Einiges aus der Hundemedizin

Index: Parvovirose---Herzerkrankunhen---Borreliose---Neues über Magendrehung---HD---Parasiten(Würmer)---Läufigkeitsstörungen---Impfplan

Parvovirose    (von Dr. med. vet. Elisabeth Venzl)

Parvovirose ist die jüngste der gefährlichen Infektionskrankheiten. Wenn früher die Staupe als die gefährlichste Infektionskrankheit der Hunde galt, so änderte sich dies mit dem Auftreten der Parvovirose des Hundes Ende der 70er Jahre. Diese Viruserkrankung ist hochgradig ansteckend, die Übertragung geschieht nicht nur von Tier zu Tier, sondern auch über Kleidung, Schuhe und andere Gegenstände. In der Umwelt kann das Virus monatelang überleben.

Erkrankte Tiere scheiden das Virus über einen langen Zeitraum mit Kot und Speichel aus. Einige Tage nach der Ansteckung kommt es zu hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Schwäche, Erbrechen und blutig-wässrigen, fast nicht behandelbaren Durchfall. Der Darm kann keine Nahrung und keine Flüssigkeit mehr in den Körper aufnehmen.

Der Patient stirbt durch den Flüssigkeitsverlust und Auszehrung. Auch eine Herzmuskelentzündung durch die Viren kann zu einem plötzlichen Tod führen, manchmal sogar ohne dass vorher Brechdurchfall aufgetreten ist.

Diese Seuche rafft ungeimpfte Hunde häufig dahin, Todesfälle sind auch bei erwachsenen, ungeimpften Tieren keine Seltenheit. Doch manchmal scheint die Erkrankung auch "geimpfte" Hunde, besonders Welpen im Alter von acht Wochen, zu befallen. Warum dies so ist, war Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen.

Früh oder spät impfen?

Es gab immer wieder die Streitfrage, ob man mit dem Impfen möglichst früh (sechste Woche) oder lieber erst spät (achte bis zwölfte Woche) beginnen sollte, wobei besonders die Entscheidung für letztere Variante wirtschaftliche Überlegungen hatte: sollte doch der Welpenkäufer sein Tier selbst impfen lassen, diese Kosten würden dann zumindest nicht den Welpenverkäufer belasten. Diese Ansicht trifft man häufig dort, wo Mischlingswelpen aufgezogen werden.

Die Verfechter des späten Impftermins berufen sich auf eine Entdeckung in der Abwehrlage des Welpen. Mit der Muttermilch in den ersten Lebenstagen nimmt ein Welpe auch Antikörper über den Darm in seinen Kreislauf auf. Dies ist nur in den ersten Lebenstagen möglich, da danach die Darmwände für diese Abwehrstoffe nicht mehr durchgängig sind.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass die neugeborenen Welpen Muttermilch und nicht etwa Milchersatz erhalten, der diese Abwehrstoffe nicht erhält. Diese Antikörper enthalten auch solche gegen Parvovirose. Kommen sie mit einem Virus in Kontakt, so zerstören sie ihn, dabei machen diese Antikörper keine Unterschiede, ob es sich um ein krankmachendes sog. Feldvirus handelt, oder aber um ein abgeschwächtes (nicht mehr krankheitsauslösendes) Impfvirus.

Bei einer aktiven Impfung injiziert man dem Welpen abgetötete oder lebende, aber nicht mehr krankmachende Erreger und der Körper stellt daraufhin eigene Antikörper her. Diese haben auch eine längere "Haltbarkeit". Es ist natürlich sinnvoll, ab dem Zeitpunkt zu impfen, ab dem der maternale Antikörperspiegel keinen ausreichenden Schutz mehr bietet. Die Zeit zwischen dem Ende des Schutzes durch die maternalen Antikörper und dem Beginn der Eigenproduktion durch die aktive Impfung nennt man die "immunologische Lücke".

Die sichere Impfung - einmal ist keinmal

Die meisten Welpenbesitzer wundern sich, wenn sie von ihrem Tierarzt mehrere Termine für die "Nachimpfung" genannt bekommen. Manchen beschleicht vielleicht der (ungerechtfertigte) Verdacht, sein Tierarzt wolle ihm nur möglichst viel Geld mit einer "unnötigen" Impfung aus der Tasche ziehen. Man sollte es einmal so sehen: Auch wenn eine Impfung 50 Euro kosten würde, ist das nur ein Bruchteil von den Kosten, die bei einer Erkrankung eines Hundes entstehen würden.

Bei der Erstimpfung werden zwar Antikörper des eigenen Organismus produziert, aber die Menge ist nicht ausreichend für einen wirklichen Schutz. Mit den Nachimpfungen erreicht man eine Anzahl im Blut, die sicher schützt. Ausserdem reagieren die Abwehrzellen schneller mit dem Produktionsbeginn. Wenn dieser Zustand hergestellt ist, spricht man davon, dass die Grundimpfung abgeschlossen ist. Da aber Antikörper mit der Zeit abgebaut werden (Haltbarkeit), muss in regelmässigen Abständen nachproduziert werden, sonst reicht die vorhandene Menge nicht mehr zum Schutz aus.

Dazu dienen die Auffrischungsimpfungen, die bei Parvovirose in jährlichem Abstand empfohlen werden. Wird jahrelang nicht geimpft, sind meist keine schützenden Antikörper mehr da und auch die "Produktionsstrasse ist verstaubt und eingerostet". Jetzt ist verständlich, dass es bei einem Viruskontakt zum Krankheitsausbruch kommen kann.

Die Lücke im Schutzschild

Um Welpen wirksam zu schützen, möchte man möglichst zu keiner Zeit zu wenig Antikörper im Blut. Ab der Geburt schützen, wie oben erklärt, die maternalen Antikörper aus der Muttermilch. Diese werden aber mit der Zeit abgebaut und eigene Antikörper erst durch die Impfung aufgebaut. Es entsteht die "immunologische Lücke" im Schutzschild des Körpers. Wann diese auftritt, hängt natürlich auch von der Antikörpermenge ab, die der Welpe mit der Muttermilch aufnimmt. Die Menge der Antikörper, die in der Muttermilch ist, unterscheidet sich zudem von Hündin zu Hündin und ist auch nicht bei jedem Wurf gleich.

Es wurde mehrfach untersucht, in welchen Lebenswochen nun diese "Lücke" auftritt. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich, nannten teilweise die sechste bis achte Woche, manche betrafen auch Wochen die vor oder nach dieser Spanne lagen. So gab es immer wieder Stimmen, die behaupteten, eine frühe Impfung in der sechste Woche wäre nur hinausgeworfenes Geld und brächte den Welpen keinen Schutz - wegen der maternalen Antikörper.

Dieser Streit führte zu einer erneuten Untersuchung an der veterinärmedizinischen Universität München mit fast 400 Welpen verschiedener Rassen. Die Ergebnisse wurden im Jahr 2000 veröffentlicht.

Nach einer einmaligen Impfung in der sechste bzw. achten Lebenswoche waren jeweils zwei Drittel der geimpften Welpen geschützt. Der Vorteil der früh geimpften Hunde liegt darin, dass sie diesen Schutz bereits zwei Wochen früher als die anderen haben, da sich bei Erkrankungen der Grossteil der Welpen gerade in dieser Zeit infiziert.

Gleichgültig, welches der üblichen Impfschemata angewendet wurde (Impfung 6./8./12. Woche oder nur 8/.12. Woche), nach der Abschlussimfpung waren nur 92 Prozent aller geimpften Welpen geschützt. Gründe für das Versagen der Impfung kann (neben sehr unwahrscheinlichen Fehlern bei Impfstofflagerung und Handhabung) in starker Verwurmung der Welpen oder Befall mit anderen Parasiten oder auch in angeborener Schwäche des Abwehrsystems liegen. Diese wird bei bestimmten Rassen, vor allem grösserer Hunde, vermutet.

Als jedoch die Welpen beider Impfschemata nochmals in der 15. oder 16. Lebenswoche nachgeimpft wurden, waren wirklich alle (100 Prozent) geschützt.

Diese Ergebnisse führen zu einem anderen als bisher gewohnten Impfplan:
6./7. Woche: Parvovirose (P)
8./9. Woche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose (SHLP)
12./13. Woche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut (SHLPT)
15./16. Woche: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose, Tollwut (SHLPT)

 

Herzerkrankungen

Fast jedes zehnte Hundeherz ist in seiner Funktion gestört. Für die meisten erworbenen Herzerkrankungen und -fehler besteht eine rassenspezifische Vorbelastung. Was kann der Halter bei einem herzerkrankten Hunde tun, was tun die Zuchtvereine der betroffenen Hunde dagegen?

Eine Herzerkrankung wird meist durch Fehler an Herzklappen oder Herzmuskeln verursacht, weniger von Tumoren. Der erkrankte Organismus hält Natriumchlorid und Wasser zurück; diese Flüssigkeit sammelt sich in den Lungen und im Bauch. Die Körperzellen werden nicht mehr genügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das führt zu Ermüdung und Schwäche.

Ein herzkrankes Tier muss lebenslänglich mit Medikamenten behandelt werden. Die Halter können die Behandlung mit abgestimmter Ernährung und Training unterstützen. Die Medikamente unterstützen die Herzfunktion, entwässern den Körper und entlasten dadurch den Kreislauf. Sie erweitern die Blutgefässe, damit kann das Blut leichter zirkulieren.

Leckerchen oder Snacks haben oft einen höheren Salzgehalt, als der herzkranke Hund verträgt. Es gibt Spezialdiäten für Hunde mit Herzkrankheiten, die zwar salzarm sind, den Hund aber trotzdem mit allen notwendigen Stoffen versorgen. Auch Übergewicht belastet Herz und Kreislauf.

Zu den Herzfehlern zählen nicht mehr richtig schliessende Herzklappen. Durch Blutrückfluss kommt es zu Stauungen und Herzkammervergrösserungen. Der Kreislauf wird nicht mehr genügend mit Blut versorgt, der Körper bekommt zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe.

Bei manchen Rassen kommen angeborene Herzerkrankungen vor. Sie sind bei Welpen schwer zu erkennen. Dazu gehören fehlentwickelte Herzklappen, Löcher in der Gefässscheidewand und Gefässverengungen.

Eine andere Herz- und Gefäss-Erkrankung ist Herzwurm (Dirofilariose), die vornehmlich Tiere in Südeuropa und Amerika trifft. Sie wird durch Mücken übertragen. Symptome: Schwäche, Husten, Atemnot, Leber- und Nierenfehlfunktion bis zum Kollaps. Von der Infektion bis zum Ausbruch vergehen zwischen einem und sechs Monate. Die Würmer sind rund einen Millimeter dick und bis zu 25 Zentimeter lang. Sie nisten sich in den grossen Lungengefässen und der rechten Herzkammer ein. Eine sichere Diagnose ist nur nach einem Bluttest möglich.

Kleinhunde wie Pudel, Dackel und Cockerspaniel leiden vorwiegend an Herzklappenfehlern. Grosse Typen wie Doggen, Irish Wolfhounds, Dobermänner und Bernhardiner sind meist von Herzmuskelerkrankungen betroffen. Beim Auftreten von Symptomen ist die Erkrankung bereits fortgeschritten - ein buchstäblicher Teufelskreislauf, den man erkennt durch Bewegungsunlust, Kreislaufschwäche, und im fortgeschrittenen Stadium trockener Husten, Atemnot nach Belastung, nächtlicher Husten- und Würgereiz.

Ein frühzeitiges Erkennen der Krankheit oder Fehler ist lebenswichtig oder lebenserleichternd und sollte unter betroffenen Rassezüchtern mit rigoros konsequenten und offenen Massnahmen begegnet werden.

Vertuschungsversuche einiger Rassehundevereine verhindern aber eine deutliche Verbesserung der Situation für die wirklich betroffenen Hunde. Damit wird nur klar, dass es ihnen bloss um den Verkauf von ihren Rassehunden geht, nicht um deren Gesundheit. Da mag in den Rassezucht-Broschüren stehen, was will. Bei solchen Krankheiten schweigt man gern.

Tatsache ist nun mal, dass einige Rassen bzw. Typen mit vermutlich hohem Inzucht-Koeffizienten besonders anfällig sind gegen Herzerkrankungen.

Im Frühjahr 2001 hatte der Vorstand des Deutschen Windhund-Zucht- und Renn-Verband (DWZRV) beschlossen, "dass keine Untersuchungsergebnisse von Windhunden mehr in der Verbandszeitschrift ‚Unsere Windhunde' veröffentlicht werden; das betraf unter anderem die Untersuchungen auf DKM (Dilative Kardio-Myopathie = verspätete Herzmuskelerkrankung) beim Irish Wolfhound."

Einige seriöse Züchter fanden, "dass mit dieser Massnahme nicht nur den Züchtern sondern auch potentiellen Welpenkäufern wichtige Informationen vorenthalten werden; schliesslich wird der Gesundheitszustand der Elterntiere eine Zucht- oder Kaufentscheidung nicht unwesentlich beeinflussen."

Stimmen von Irish Wolfhound-Züchtern aus dem Jahr 2001: "Vor einem Jahr hörte ich Worte von ‚Offenheit' etc. Tja aber wo soll die denn sein, wenn keiner mehr die Ergebnisse erfährt?" "Die Veröffentlichung muß sein. Die Informationen sind für alle wichtig meiner Meinung nach. Wollen wir uns jetzt wieder Rückwärts statt vorwärts bewegen?" "Bin dafür, daß auch zuchtausschließende Ergebnisse veröffentlicht werden sollten. Da die betreffende Krankheit - wenn auch rezessiv - eine ganze Linie befallen kann."

Im Mai 2001 startete eine Interessengemeinschaft im Internet (IW-Point) eine Umfrage zum Thema "Veröffentlichung von Untersuchungsergebnissen". Resultat:
"In drei Monaten haben online insgesamt 103 Leser teilgenommen. Davon waren 101 der Meinung, die Untersuchungsergebnisse sollen weiter veröffentlicht werden und zwei Stimmten gegen die Veröffentlichung. Bei unserem Treffen haben wir in der Unterschriftensammlung weitere sechs Ja-Stimmen bekommen. Im September wurden die Ergebnisse im UW wieder veröffentlicht."

hundezeitung.de fragte das im DWZRV für Irish Wolfhounds zuständige Zuchtkommissionsmitglied, Jürgen Kuhless, nach dem gegenwärtigen Stand der Untersuchungen und nach der früheren Weigerung einer Veröffentlichung.

Die komplette Antwort: "Die Ergebnisse der Herz-Untersuchungen bei den Irish Wolfhounds werden regelmässig in der Verbandszeitschrift ‚Unser Windhund' veröffentlicht und stehen somit allen interessierten Lesern zur Verfügung. Zur JHV wird zusätzlich jährlich eine Zusammenfassung aller Ergebnisse im ‚UW' veröffentlicht."

Die US-Amerikaner informieren offenherziger ihre Untersuchungen, deren Hunde sind mit den gleichen Schwierigkeiten konfrontiert. Gitta Vaughn aus Texas hat sich dazu umgesehen:

    "Allerdings scheint das Herz auch in den USA ein Knackpunkt zu sein: Dilated Cardiomyopathy (DCM). Es scheint eine Variante zu geben, wo meist Hunde unter zwei Jahren plötzlich - meist in Bewegung - tot umfallen.

    In England gibt es einen Canine Heart Disease Research Fund, der sich sonders des Irish Wolfhound annimmt. Auf Shows werden die Hunde kostenlos mit EKG und Ultraschall untersucht. Die Studie läuft sein 1985 (University of London).

    Dobermänner befällt das DKM oder DCM auch, kommt aber hauptsächlich beim Irish Wolfhound vor. Es kann von Züchtern aber mittlerweile getestet werden, so dass betroffene Hunde aus der Zucht genommen werden könnten.

    Die Atrial Fibrillation (AF; Atrio-Ventrikularklappen-Insuffizienz = AV: erworbene Herzklappenfehler) befällt etwa elf Prozent der Irish Wolfhounds in England. Erste Symptome zeigen sich bei Rüden mit durchschnittlich 45 Monaten, Hündinnen mit 59 Monaten. Es scheint, dass Hunde mit AF später DCM (Dilated Cardio-Myopathy) entwickeln: Rüden mit durchschnittlich 77 Monaten, Hündinnen mit 86 Monaten.

    Eine genetische Veranlagung wird als sehr wahrscheinlich angenommen."

Neue wissenschaftliche Arbeit an herzerkrankten Hunden

Von der Universität Münster, Herzzentrum: Dr. Abraham Emanuel Marcus verfaßte seine Dissertation mit dem Titel: "Einfluß von Inhalations-Anästhetika auf die Durchblutung und Funktion des von Kollateralen versorgten Myokards."

Der Doktorand untersuchte in seiner Forschungsarbeit den Einfluß verträglicher Dosierungen der Inhalationsanästhetika 'Halothan' und 'Isofluran' auf die Funktion des Herzmuskels bei Hunden mit einem chronischen Herzkranzgefäßverschluß.

In der Anästhesie werden gas- oder dampfförmige Narkosemittel eingesetzt, die der Patient durch eine Atemmaske oder einen Schlauch in der Luftröhre aufnimmt, sogenannte Inhalationsanästhetika. Diese Mittel führen über eine systemische Gefäßerweiterung sowie über eine unterschiedlich ausgeprägte Verringerung der Pumpkraft des Herzmuskels zu einer Abnahme des Blutdruckes.

Besondere Beachtung schenkte er dabei den Kollateralen, den Nebenästen der Hauptblutgefäße des Herzmuskels, die im Falle einer Verengung der Herzkranzgefäße als Ersatzblutbahn in Funktion treten.

Hierfür wurde zunächst bei wachen Tieren mittels eines Dipyridamol-Tests die Koronarreserve in kollateral versorgten Herzmuskelbezirken bestimmt. Dieser Labortest gibt Auskunft über die Blutverteilung im Herzen, wenn die Gefäße maximal erweitert sind. Während die Blutversorgung in Ruhe in normal als auch in kollateral versorgten Herzmuskelarealen unauffällig war, stieg der Blutfluß unter Dipyridamol, einem gefäßerweiternden Medikament, nur im normal versorgten Bereich an. Anschließend wurden die Inhalationsanästhetika Halothan und Isofluran in Dosierungen verabreicht,welche den diastolischen Blutdruck auf 50 mmHg abfallen ließen.

Hierbei kam es unter Halothan zu einer ausgeprägteren globalen und regionalen Einschränkung der Herzmuskelfunktion. Die systolische Wandverdickungsfraktion als Ausdruck der Kontraktilität, der Fähigkeit des Herzmuskels oder der Herzwand, sich zusammenzuziehen, nahm sowohl im normalversorgten als auch in von Kollateralen abhängigen Bezirken ab. Parallel hierzu nahm der Blutfluß im Herzmuskel in beiden Bezirken ab.

Unter Isofluran kam es vorwiegend zu einer Abnahme des systemischen peripheren Gefäßwiderstandes. Im Vergleich mit Halothan blieb bei der Verabreichung von Isofluran die Herzmuskelfunktion sowohl im normal versorgten als auch im von Kollateralen abhängigen Herzmuskel besser erhalten.

Trotz einer Abnahme des diastolischen Blutdrucks auf 50 mmHg führten beide Inhalationsanästhetika nicht zu einer ischämischen Myokarddysfunktion in Bezirken mit eingeschränkter Koronarreserve. Die transmurale und interkoronare Blutverteilung wurde aufrechterhalten. Unter Halothan kam es aufgrund eines reduzierten Stoffwechsels zu einer ausgeprägteren Abnahme der Blutversorgung. Unter Halothan wird die Pumpkraft des Herzens etwas schlechter.

Wie Dr. Marcus erläuterte, ist die Wahl des bestgeeigneten Narkosemittels vor einer Operation, vor allem bei Patienten mit vorgeschädigtem Herzen, Herzkranzgefäßverengungen und Angina pectoris, sehr wichtig.

Früherkennung hilft

Unter Leitung von Dr. Marianne Skrodzki hat die Pharmafirma Novartis Tiergesundheit eine Früherkennungskampagne Herzerkrankungen bei Irish Wolfhounds ins Leben gerufen.

    Motiv: "Obwohl Herzerkrankungen bei Hunden häufig auftreten, werden die Symptome von den Besitzern meist erst spät wahrgenommen. Je früher ACE-Hemmer bei der Dekompensation der Herzerkrankung verordnet werden, desto besser sind die lebensverlängernden Effekte, bei gesteigerter Lebensqualität.

    Hier setzt die Früherkennungskampagne an: Diagnose, Therapie: Herzstück der Kampagne ist eine umfassende Herzleitfaden-Box für den Hundebesitzer, mit der eine verbesserte Compliance und Betreuung der vierbeinigen Patienten erreicht werden soll. Die kleine Herzfibel informiert kurz und verständlich über Herzerkrankungen und therapeutische Massnahmen. In den Herzpass können Befunde, Therapie und die Termine zur Herzkontrolle eingetragen werden."

Irish Wolfhound-Halterin Andrea im hundezeitung.de-Forum zu dieser Untersuchung: "Asterix` Befund hat sich zum letzten Jahr deutlich verschlechtert. Gott sei dank wurden wir in diese Studie mit aufgenommen. Es wurde ein EKG gemacht, das Herz geröntgt, Herzultraschall und das Blut untersucht. Befund: Totale Herzarrhythmie unter Vorhofflimmern bei HF 130-140/min (bisher 100-110/min), fortschreitende Dilatation des linken Vorhofs, sek. Miralklappeninsuffizienz (war bisher nicht). Meßwerte der linken und rechten Herzkammer im Normbereich. Asterix bekommt jetzt 2 x 2 Lanitop.
Auf Grund dieser Studie waren alle Untersuchungen einschliesslich der Medikamente kostenlos. Kontrolluntersuchungen alle drei bis sechs Monate und alle weiteren Herzmedikamente auf Lebenszeit eingeschlossen."

Nächstes Posting von Andrea, einige Zeit darauf: "Wir hatten heute wieder einmal einen Termin zur Herzkontrolle. Das war nun die achte. Nun kommt aber das Allerbeste: Asterix` Herzwerte sind absolut stabil. Nicht die minimalste Verschlechterung, seit vor über einem Jahr diese sek. Mitralklappeninsuffizienz dazu kam. Normalerweise mag ich ja keine Prognosen, aber unten am offiziellen Untersuchungsbogen steht: Overall clinical efficay: good - Clinical conditions improved with treatment. Ich freu mich so!"

Beim DWZRV ist eine Herzuntersuchung Pflicht für die Zuchtzulassung. Und beim Deutschen Doggen Club? Auch das Zuchtausschussmitglied des Deutschen Doggen Clubs (DDC), Horst Fischbach wurde von hundezeitung.de am gleichen Tag wie der Kollege der IW per E-Mail befragt: "Können Sie mir bitte mitteilen, was der Deutsche Doggen Club gegen DKM bisher auf Vereinsebene unternommen hat (eventuell Untersuchungen oder strengere Zuchtregeln bei DKM-betroffenen Linien)?"

Borreliose

Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Labor-Methoden

Von Dr. Peter Kopp, Institut für klinische Prüfung Ludwigsburg GmbH, Veterinärmedizinisches Labor

Wie jedes Jahr im Frühsommer ist jetzt die erste Zeckenwelle in vollem Gange. Und wie immer um diese Jahreszeit bringen die Hunde eine Vielzahl an Zecken von ihren Spaziergängen mit nach Hause. Seit das Wissen auch in der breiten Bevölkerung über die gesundheitliche Gefährdung durch Zeckenstiche beim Menschen, vor allem durch die FSME oder die Borreliose, wächst, steigt auch die Angst über eine mögliche Gefährdung der Hunde durch die entsprechenden Erreger.

Dieser Artikel soll einen kurzen Überblick über labormedizinische Verfahren, deren richtigen Einsatzbereich sowie die Grenzen der einzelnen Verfahren aufzeigen.

Borrelia (B.) burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, hat den Namen nach seinem Entdecker W. Burgdorfer, der zusammen mit dem Rheumatologen A. Steere Anfang der achtziger Jahre dieses Bakterium aus Zecken in der Umgebung der Gemeinde Lyme in Connecticut, USA, isolieren konnte. Der Hintergrund dieser intensiven Forschung war ein gehäuftes Auftreten von Arthritiden vor allem bei Kindern in diesem Gebiet.

Mit der Kenntnis dieser Fakten ist man auch schon bei zwei wesentlichen Problempunkten bezüglich der Borrelien-Diagnostik beim Hund:
1. Viele der "Erkenntnisse" der Borreliose beim Hund wurden direkt vom Wissen aus der Humanmedizin abgeleitet und
2. Viele dieser Kenntnisse stammen aus den USA.
Beides ist im Prinzip nicht falsch, bedarf aber einer kritischen Betrachtung.

zu 1.: In der Humanmedizin haben seit der Entdeckung von B. burgdorferi intensive Forschungen vor allem im Bereich der Epidemiologie und zur Aufklärung des klinischen Krankheitsbildes sowie deren frühzeitige Erkennung und Therapie stattgefunden. Man konnte nachvollziehen, dass die Borrelien durch den Zeckenstich übertragen werden und sich dann anschliessend in verschiedenen Organsystemen (zum Beispiel Haut, Gelenke, Zentral-Nerven-System) manifestierten.

Es wurde aus Erfahrungen mit dem Erreger der Syphillis, Treponema pallidum, der in dieselbe Gruppe der Bakterien gehört wie B. burgdorferi, ein dreistufiger Verlauf der Lyme Borreliose postuliert. Im ersten Stadium reagiert der Mensch mit Allgemeinsyptomen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber, Myalgien u. a. m. und häufig ist um die Bissstelle eine sog. Wanderröte, das Erythema migrans (EM), zu erkennen. Im zweiten Stadium werden neurologische, kardiale, arthrogene oder ophtalmologische Symptome beobachtet. Im letzten Stadium reagiert der Mensch unter anderem mit einer chronischen Arthritis, einer chronischen Enzephalitis oder der so genannten Acrodermatitis chronica athrophicans (ACA), einer Erkrankung, bei der die Haut sich pergamentartig verändert.

Diese Aufzählung zeigt schon, wie komplex und vielseitig das Erscheinungsbild der Lyme-Borreliose beim Menschen sein kann. Genauso vielseitig sind die Krankheitsbilder, die beim Hund im Zusammenhang mit der Borreliose beschrieben werden. Allerdings halten nur wenige dieser Berichte einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung stand. Aus der Humanmedizin bekannte Syptome einer Borreliose auf den Hund zu übertragen und bei positiver Serologie die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ein direkter Zusammenhang besteht, bedarf einer genauen Abklärung sämtlicher anderer in Frage kommenden Ursachen.

zu 2.: Die zweite angesprochene Problematik besteht darin, dass man seit einigen Jahren weiss, dass von B. burgdorferi mehrere unterschiedliche Genospezies existieren. Man spricht daher heute von B. burgdorferi sensu lato, die sich unter anderem in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii sowie Borrelia afzelii aufteilt.

Das Interessante daran ist, dass man in den USA hauptsächlich B. burgdorferi sensu stricto isolieren konnte. Im Gegensatz dazu werden in Europa alle drei genannten Genospezies isoliert. Da in den USA das am häufigsten beobachtete Symptom der Lyme-Borreliose die Arthritis ist, geht man heute davon aus, dass B. burgdorferi sensu stricto einen Organtropismus für den Bewegungsapparat besitzt, Borrelia garinii eher disseminierte Formen der Borreliose verursacht bzw. die Neuroborreliose hervorruft und Borrelia afzelii eine Affinität zur Haut hat und Symptome wie das EM oder die ACA hervorruft.

Selbstverständlich sind die unterschiedlichen Genospezies auch unterschiedlich in ihrer antigenen Struktur, was natürlich nicht nur Probleme in der serologischen Diagnostik sondern auch in der Entwicklung von Impfstoffen verursacht. Deshalb sind Entwicklungen von Testsystemen (v.a. von ELISA`s), oder gar Impfstoffen in den USA nicht ohne weiteres in Europa anzuwenden.

Was ist derzeit über die Borreliose beim Hund bekannt? Erst 1992 gelang es Wasmoen et al. nachzuweisen, dass B. burgdorferi beim Hund die Kochschen Postulate erfüllt. Sie konnten Hunde experimentell infizieren (wobei die Hunde mit gestörtem Allgemeinbefinden, Gelenkssyptomen und Fieber reagierten), den Erreger anschliessend aus den erkrankten Tieren isolieren und damit erneut eine Erkrankung bei anderen Hunden hervorrufen. Allerdings entsprach die Art der Infektion nicht dem natürlichen Infektionsweg (hochdosierte i.v.-Gabe von B. burgdorferi in Reinkultur über sieben Tage).

Differenzierter waren die Infektionsversuche von Appel et al. (1993). Sie infizierten die Hunde über den Vektor Zecke, indem sie Hunden mit Borrelien infizierte Zecken anhefteten. Sie konnten dabei folgendes beobachten: Das dominierende klinische Bild, das die Hunde zeigten, waren Lahmheiten. Diese Lahmheiten entwickelten sich zwischen zwei und fünf Monaten nach Infektion über die Zecken. Dabei zeigten die Tiere zuerst leichte Lahmheiten, die innerhalb von drei Tagen zunahmen und nach vier Tagen wieder verschwunden waren.

Hauptsächlich waren davon die Ellenbogengelenke sowie die Karpal- und Kniegelenke betroffen. Palpatorisch konnte bei einigen Tieren eine leichte Schwellung sowie eine lokale Temperaturerhöhung festgestellt werden. Die meisten der an Lahmheiten erkrankten Hunde zeigten eine erhöhte Körpertemperatur (39,5 - 40° C) und waren apathisch. Gewichtsverluste konnten dabei nicht beobachtet werden.

Nach der ersten Lahmheit entwickelten die meisten der Tiere eine zweite , teilweise eine dritte Lahmheit im Abstand von zwei bis vier Wochen. Dabei waren teilweise andere Gelenke als in der ersten Periode betroffen. Ausser diesen Symptomen zeigten die Tiere innerhalb der Beobachtungsperiode von 17 Monaten keine anderen klinischen Anzeichen mehr. Ein EM konnte auch nach sorgfältigster Betrachtung der Einstichstelle nicht beobachtet werden. Die von anderen Autoren beschriebenen Erkrankungen wie Nierenfunktionsstörungen (Grauer et al., 1988) oder Herzblock (Levy und Duray, 1988) bestätigten sich auch in der anschliessenden Sektion der Versuchshunde nicht.

Die von Appel et al. angeführten Untersuchungen wurden in den USA durchgeführt, sodass man auch hier von der Vermutung ausgehen muss, dass es sich primär um B. burgdorferi sensu stricto-Stämme gehandelt hat. Ähnliche Infektionsversuche mit B. afzelii oder B. garinii wurden beim Hund bisher nicht durchgeführt.

Verschiedene Labormethoden und deren Grenzen

Bei allen Labormethoden bezüglich der Borreliose beim Hund muss man beachten, dass die Ergebnisse lediglich Hilfsmittel zur Diagnosestellung sein können und auf keinen Fall eine sorgfältige klinische Untersuchung unter Abklärung der in Frage kommenden Differentialdiagnosen ersetzen können.

Prinzipiell unterscheidet man zwischen :

    A) Direkten Verfahren
      1.) Anzucht der Borrelien, zum Beispiel aus Synovia
      2.) Polymerase-Kettenreaktion (PCR) (im engeren Sinne kein direktes Nachweisverfahren, da lediglich DNA nachgewiesen wird und keine Aussage über die Vitalität des Erregers gemacht werden kann)
    B) Indirekten Verfahren des Erregernachweises = Serologie
      1.) Indirekter Hämagglutinationstest (IHA)
      2.) Immunfluoreszenstest (IFT)
      3.) Enzym-Immunoassay (EIA)
      4.) Western- bzw. Immunoblot

Direkte Verfahren

Anzucht der Borrelien: Die Anzucht der Borrelien aus den betroffenen Regionen oder Organen gelingt sehr selten und ist zudem noch sehr langwierig. Man benötigt dazu ein Spezial-Nährmedium (BSK-II) und muss dieses bis zu 5 Wochen bebrüten. Burmester et al. (1997) gehen bei der Anzucht aus Blut, oder Synovia von einer Isolationsrate von maximal zehn Prozent aus. Ebenso schwierig ist folglich eine direkte Anfärbung des Erregers (zum Beispiel mittels Silberfärbung). In seltenen Fällen kann man evtl. mit Hilfe der Dunkelfeld- Mikroskopie die Borrelien direkt nachweisen, wobei auf die Problematik von Artefakten bzw. verwandten Bakterien hinzuweisen ist).

Polymerase-Kettenreaktion (PCR): Die in den letzten Jahren immer populärer werdende PCR als sensitive Nachweismethode bei vielen Infektionskrankheiten, kann nur unter Vorbehalt bei der Borreliose eingesetzt werden, da man bisher immer noch recht wenig über den Aufenthalt der Borrelien in den einzelnen Stadien der Erkrankung oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach einem Zeckenstich weiss. Berichte über den Nachweis von Borrelien mittels PCR aus dem Urin von Hunden sind nur bedingt verwertbar, da eine genaue Aussage zu welchen Zeitpunkt die Borrelien ausgeschieden werden, nicht möglich ist. In der Humanmedizin wird dieser Nachweis als Erfolgskontrolle bei einer Antibiotika-Therapie eingesetzt. Auch Berichte mittels PCR Borrelien in der Haut nachzuweisen sind vorsichtig zu bewerten, da dieser Nachweis hauptsächlich bei experimentell infizierten Hunden geführt wurde und deshalb die Einstichstelle der Zecke klar definiert war. In der Humanmedizin wird die PCR bisher nur als ergänzende Methode bei unklarer Serologie und klar definiertem klinischen Bild (zum Beispiel bei der Neuroborreliose) empfohlen.

Aufgrund der angefürten Problematik beim direkten Erregernachweis dient die Serologie zur Zeit noch als Methode der Wahl, um eine Borreliose zu diagnostizieren.

Indirekte Verfahren = Serologie

Indirekter Hämagglutinationstest (IHA): Der indirekte Hämagglutinationstest (IHA) eignet sich aufgrund der Einfachheit gut zum Screening. Dabei werden mit Borrelienantigen beladene Schaferytrozyten mit Patientenserum inkubiert. Im positiven Fall kommt es zur Bildung eines klassischen Antigen-Antikörperkomplexes und dadurch zur Agglutionation der Antikörper. Immunfloureszenztest (IFT) und Enzym-Immunoassay (EIA): Der Immunfluoreszenstest (IFT) erfordert zwar eine grössere Erfahrung des Untersuchers als z.B. der Enzymimmunoassay (EIA), Untersuchungen haben aber gezeigt, dass bei richtiger Anwendung sowohl bezüglich der Sensitivität als auch der Spezifität keine Unterschiede zum EIA bestehen.

Der IFT gilt als besonders geeignet für Screenings, wobei natürlich auch hier wieder wichtig zu wissen ist, wann welche Antikörpertiter (IgM bzw. IgG) nach Zeckenexposition zu erwarten sind. Auch hierzu gibt es in der Literatur wieder unterschiedliche Angaben wobei dies einmal mit der oft unklaren Anamnese bei natürlicher Exposition zusammenhängt, zum anderen aber auch damit, dass man festgestellt hat, dass ein deutlicher Unterschied bezüglich der Qualität und des Zeitpunktes der Antikörperantwort bei experimentell infizierten Hunden (i.v.- Infektion zum einem sowie die Infektion über den Vektor Zecke zum anderen) besteht. Appel et al. (1993) konnten in ihren bereits oben angeführten Studien eine sich langsamer entwickelnde, aber länger andauernde Antikörperbildung erkennen.

Alle Hunde, die infizierten Zecken ausgesetzt waren, bildeten vier bis sechs Wochen nach Zeckenstich nachweisbare Antikörpertiter (IgG) aus, wobei diese innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen anstiegen und mindestens ein Jahr auf diesem hohen Niveau bestehen blieben. Wie sich der Titerverlauf bei IgM verhält, ist nicht endgültig geklärt. Zu erwarten ist, da es sich bei IgM um die Immungloboline der frühen Phase einer Infektion handelt, dass ein positiver Titer früher als bei IgG nachzuweisen ist. Burgess (1988) gibt an, dass sich innerhalb der ersten vier Wochen bereits ein deutlicher IgM-Titer ausbildet.

Allerdings gibt es auch Hinweise in der Literatur, dass sich deutliche IgM - Titer nur bei Erstinfektion (und v.a. bei Hautmanifestationen) nicht aber bei Reinfektionen ausbilden. Kontrovers wird auch die Frage diskutiert, ob man bei serologischen Untersuchungen grundsätzlich mit antigen verwandten Bakterien (zum Beispiel Treponema phagedenis) absorbieren muss, um eventuelle Kreuzreaktionen auszuschliessen.

Bekannt ist, dass antigen Verwandte Bakterien aus der Ordnung der Spirochaetales (zum Beispiel Leptospira spp. oder Treponema spp.) zu Kreuzreaktionen führen können. Da man vermutet, dass vor allem in der frühen Phase eine Borrelieninfektion oft starke Reaktionen mit den gemeinsamen Antigenen stattfinden, deshalb könnte unter Umständen eine vorherige Absorption diese Reaktion unterdrücken.

Sinnvoller scheint daher die Kombination mit einem Western- bzw. Immunoblot: als Bestätigungstest. Dazu werden die Antigene von B. burgdorferi mittels Gelelektrophorese aufgetrennt und auf eine Nitrozellulosemembran transferriert. Diese wird mit dem Patientenserum inkubiert und anschliessend wird die Reaktion des Serums, bzw. der Antikörper im Serum, mittels Substratfärbung sichtbar gemacht.

Es entstehen dabei im positive Falle unterschiedliche Banden, die nach ihrer Spezifität für B. burgdorferi interpretiert werden müssen. Dies erfordert einige Erfahrung des Untersuchers und ist auch von dem verwendeten Borrelien-Stamm abhängig. Blenk (1993) gibt in der Humanmedizin folgende Indikationen für den Einsatz des Immunoblots an:

  • a. Bei eindeutigem klinischen Bild und negativer Serologie (spielt v.a. in der Humanmedizin eine Rolle, da beim EM oft kein hoher Antikörper-Titer (IgG) im Blut diagnostiziert werden kann),
  • b. bei unklarem klinischen Bild und grenzwertigem IFT (1:40 bis 1:80), um zwischen unspezifischer Reaktion, anamnestischen Erregerkontakt oder aktiver Borreliose unterscheiden zu können,
  • c. bei fehlender klinischer Symptomatik, aber eindeutigem anamnestischen Hinweis (hat bei der Häufigkeit von Zeckenstichen beim Hund in der Veterinärmedizin eher keine Bedeutung),
  • d. zur Abklärung, ob noch eine aktive chronische Infektion nach vorangegangener Antibiose vorliegt. (Neuere Untersuchungen beim Hund (Straubinger et al. 1997) geben Anlass zur Diskussion, ob durch antibiotische Behandlung überhaupt eine Elimination des Erregers erreicht werden kann und ob sich die Borrelien nicht vielleicht in schlecht vaskularisierten Geweben, zum Beispiel Gelenken, oder intrazellulär "verstecken" um so über Jahre oder eventuell lebenslang im Organismus zu persistieren. Sie konnten zwar die Arthritiden erfolgreich therapieren, hatten auch nach 30-tägiger Antibiotikabehandlung auch eine deutliche Reduzierung der Antikörpertiter, teilweise bis unter die Nachweisgrenze, aber sechs Monate nach der Behandlung waren wieder Antikörper gegen B. burgdorferi nachweisbar.) Übertragen auf die Veterinärmedizin scheint der Einsatz des Immunoblots vor allem bei grenzwertigen bzw. niederen Titern sinnvoll zu sein, um unspezifische Reaktionen ausschliessen zu können. Auch bei klarem klinischen Bild (nach Abklärung der in Frage kommenden Differentilaldiagnosen) und negativer Serologie wäre ein Immunoblot sinnvoll.

Zusammenfassung

Die oben gemachten Ausführungen zeigen, dass die Borrelien-Diagnostik ein schwieriges Gebiet ist. Wenn man jetzt den Durchseuchungsgrad der Zecken in Deutschland (Vermutungen gehen von 20 Prozent und mehr der Zeckenpopulation aus) und der Häufigkeit mit der Hunde jedes Jahr von Zecken gestochen werden, betrachtet, versteht man, wie schwierig die Diagnostik der Borreliose beim Hund ist. Unbestritten ist, dass es eine durch B. burgdorferi verursachte Erkrankung gibt.

Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es auch Berichte aus den USA gibt (Levy und Magnarelli 1992), nach denen von ~50 Prozent seropositiver Hunde in einem endemischen Gebiet, lediglich fünf Prozent klinische Symptome wie Lahmheit, Gelenkschwellung und Apathie zeigten. Hinzu kam, dass innerhalb des Beobachtungszeitraumes (20 Monate) ebensoviele seronegative Hunde vergleichbare Symptome entwickelten.

Jacobsen et al. (1996) konnten feststellen, dass alle Hunde mit einer für die Borreliose typischen Symptomatik bereits einen deutlichen IgG-Titer hatten. Deshalb erscheint folgende Vorgehensweise bei einem Verdacht auf Borreliose beim Hund sinnvoll:

    Verdächtiges klinisches Bild (zum Beispiel wechselnde Lahmheit) unter weitgehendem Ausschluss möglicher Differentialdiagnosen und evtl. anamnestischem Hinweis auf massiven Zeckenbefall (vor ca. zwei Monaten)
    IgG-Bestimmung im IFT (oder EIA)
    bei grenzwertigem IgG-Titer zwischen 1:40 und 1:80, Kontrollle mittels Immunoblot

    bei Titern über 1:80 oder grenzwertigem IgG-Titer und deutlich positivem Immunoblot Antibiotika-Therapie mit entsprechender klinischer Erfolgskontrolle

Trotz dieser Vorgehensweise kann die Serologie nur ein Hilfsmittel zur Diagnose sein. Letztendlich bleibt die Entscheidung einer Therapie beim behandelnden Tierarzt/-ärztin, der das klinische Bild und die entsprechende Anamnese kennt. Vorsichtig interpretiert werden müssen auch Symptome wie ZNS-Störungen, Herzblock oder Nierenschädigungen. Es liegen bisher meiner Meinung nach zu wenig Daten bezüglich dieser Krankheitsbilder im Zusammenhang mit einer Borreliose beim Hund vor.

Auch die Frage, ob man bei serologisch positivem Befund ohne klinische Symptome eine Antibiose empfehlen kann, muss der/die behandelnde Tierarzt/-ärztin nach oben genannten Ausführungen selbst entscheiden. Bei der Vielzahl serologisch positiver Hunde ohne klinische Symptomatik und dem deutlichen Hinweis, dass B. burgdorferi evtl. trotz Antibiotika-Therapie persistieren kann (Straubinger et al., 1997) halte ich persönlich eine grundsätzliche Antibiotika-Therapie nicht für sinnvoll.

Die Borreliose, nicht nur beim Hund, wird auch in näherer Zukunft noch genügend Anlass zur Diskussion geben. Es bleibt zu hoffen, dass kommende Untersuchungen spezifischer auf die Bedeutung von Borrelia burgdorferi sensu lato bei den einzelnen Tierarten, vor allem in Europa, eingehen.

Nicht-Veterinärmediziner sollten sich in jedem Fall mit Ihrem Tierarzt/mit Ihrer Tierärztin beraten

Neues über Magendrehung

Von Gitta Vaughn

Magendrehung - wenn ein Hundehalter weiss, was das für einen Hund bedeuten kann, dreht sich auch bei ihm nach einer derartigen Diagnose der Magen um. Besonders die Halter grosser Hunde wissen um das Risiko. Aber vieles schien nicht bewiesen, so rätselte man weiter. Vor fast zehn Jahren nahm sich die Universität Purdue in den USA dieses Themas in einer Langzeitstudie an. Nun wurden erste Erkenntnisse veröffentlicht. Sie sind erstaunlich und sollten in manchen Bereichen und Gewohnheiten ein Umdenken hervorrufen.

Tatsache ist, dass die Ursachen für eine Magendrehung bisher weitgehend unbekannt waren und über die Zuverlässigkeit der Vorbeugemassnahmen auch keine gesicherten Erkenntnisse zur Verfügung standen.

Dies wird sich hoffentlich bald ändern. Im Sommer 1994 begann die Universität Purdue in Indiana, USA, mit der bis dahin grössten Studie, um die Ursachen der Magendrehung zu erforschen. Es ist bisher die umfangreichste Studie, die elf Rassen mit fast 2000 Hunden mit einem Gewicht von 23 bis 45 Kg und über 45 kg umfasst, und die Studie ist immer noch nicht abgeschlossen.

Magendrehung ist in den USA die zweithäufigste Todesursache nach Krebs. In den Jahren 1964 - 1994 wurde ein Zunahme um 1500 Prozent registriert, die Gründe hierfür sind noch unbekannt. Ausgegangen wird jedoch von Umweltursachen wie zum Beispiel veränderte Fertigfutterherstellung, veränderte Herstellung und/oder Verwendung von Impfstoffen etc. Zucht und Beliebtheit bestimmter Rassen lassen diese extreme Zunahme nicht erklären.

Einen traurigen Spitzenplatz nehmen die Deutschen Doggen ein. Über 50 Prozent von ihnen werden höchstwahrscheinlich an Magendrehung erkranken und nahezu ein Viertel der betroffenen Hunde werden die Erkrankung nicht überleben.

Bei Hunden mit hohem Risiko kann eine prophylaktische Operation die Drehung des Magens verhindern. Diese Operation hat sich bereits zu 95 Prozent bewährt bei Hunden, die nach der ersten Magendrehung operiert wurden. Nur 5 Prozent der operierten Hunde erlitten einen Rückfall. Da die Magendrehung eine genetische "Komponente" hat, sollten Hunde, die für die prophylaktische Operation in Frage kommen, kastriert sein.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen ein erhöhtes Risiko (63 Prozent) für Hunde, die Verwandte ersten Grades haben, die bereits an Magendrehung erkrankt sind. Inzucht scheint das Risiko noch weiter zu erhöhen. Mit Hunden, die an Magendrehung erkrankt sind und/oder Verwandte ersten Grades haben, die an Magendrehung erkrankt sind, sollte nicht gezüchtet werden.

Die meisten der bekannten Vorbeugemassnahmen scheinen keinen Einfluss auf das Risiko zu haben, wobei die erhöhten Futterschüsseln das Risiko offensichtlich noch erhöhen. Das oft empfohlene Anfeuchten des Trockenfutters hat keine Auswirkungen auf das Risiko, weder positiv noch negativ. Die Anzahl der täglichen Mahlzeiten wiederum scheint einen Einfluss zu haben. Weniger Mahlzeiten sollen das Risiko zu erhöhen.

Auch das Verhalten kann einen Einfluss auf das Risiko ausüben. Ängstliche und aggressive Hunde scheinen mit höherem Risiko behaftet als ausgeglichene Hunde.

Ausserdem konnte belegt werden, dass sich fast 60 Prozent der Fälle nachts ereignen.

Die Todesrate für Magendrehung liegt immer noch sehr hoch: bei fast einem Viertel innerhalb der ersten sieben Tage. Wobei auch festgestellt wurde, dass etwa die Hälfte der Hunde stirbt, ehe eine Behandlung möglich ist. Je schlechter das Allgemeinbefinden bei Erreichen des Tierarztes, desto geringer die Überlebenschance.

Mit einer Operation sinkt das Risiko einer erneuten Magendrehung auf 4,3 Prozent, während nicht operierte Hunde zu 65,6 Prozent eine weitere Magendrehung erleiden. Die Todesrate bei erneuten Magendrehungen liegt bei über 80 Prozent.

Das Alter spielt eine bedeutende Rolle. Das höchste Risiko haben bei den Hunden jene, die zwischen 22 und 45 kg wiegen, und die Hunde, die älter als 5 Jahre sind. Bei den Riesen über 45 kg sind es gar jene, die älter als 3 Jahre sind.

Tiefe und schmale Brust im Vergleich zu anderen Hunden der gleichen Rasse ist ein weiterer Risikofaktor wie auch die Schnellfresserei.

Die neuesten Ergebnisse zeigen ein 2,7-fach höheres Risiko für Hunde, die Trockenfutter bekommen, das "Fett" in den ersten meisten vier Zutaten anzeigt.

Ein 4,2-faches Risiko besteht, wenn das Futter Zitronensäure (Ascorbin) enthält und zudem vor dem Füttern angefeuchtet wird.

Trockenfutter die Fleischmehl mit Knochen in den ersten vier Zutaten auflisten, reduzierten das Risiko um 53 Prozent.

30 Prozent der untersuchten Fälle konnten auf den höheren Fettgehalt (innerhalb der ersten vier Zutaten) zurückgeführt werden.

Fast ein Drittel konnten auf Futter mit Zitronensäure (innerhalb der ersten vier Zutaten), das vor dem Füttern angefeuchtet wurde, zurückgeführt werden.

Detaillierte Ergebnisse können derzeit nicht veröffentlicht werden, da die gesamte Studie noch vor der Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift steht. Dass die hier aufgeführten Ergebnisse publiziert wurden - trotz des Risikos, dass die entsprechenden Fachzeitschriften deshalb eine Veröffentlichung ablehnen könnten -, sollte jeder Hundehalter dankend zur Kenntnis nehmen. Denn das Forscherteam wertet das Leben eines Hundes, der durch diese Daten gerettet werden kann, höher als die Exklusiv-Veröffentlichung in einer renommierten Fachzeitschrift.

Magendrehung ist eine lebensbedrohende Erkrankung, die eine sofortige Behandlung erfordert. Nur eine Röntgenaufnahme kann klären, ob es sich um eine harmlose Verstimmung oder lebensbedrohende Erkrankung handelt. Auch wenn der Magen nur aufgebläht, aber nicht verdreht ist, sollte sofort operiert werden. Nur so kann einer Verdrehung wirksam begegnet werden.

Bei Verdacht auf Magendrehung sollte jeder Halter auf einer sofortigen Röntgenaufnahme bestehen. Leider kommen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen immer wieder vor, mit fast immer tödlichem Ausgang.

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Aus "Klinik der Hundekrankheiten" Enke-Verlag: "Die HD ist eine Entwicklungsstörung, die auf erblicher Veranlagung beruht, durch Misswuchs an Azetabulum (Anm.: Vertiefung des Hüftbeins, auch Hüftgelenkspfanne) und Femurkopf (Anm.: Kopf am Oberschenkelknochen) importiert und zu einer unzureichenden Stabilität des Hüftgelenks führt."

Unter den erblichen Erkrankungen nimmt die HD immer noch eine - unbestimmbare - Spitzenstellung ein. Es betrifft vor allem mittel- bis grosse Hunde. Viele Verbände streiten sich um die günstigste oder korrekte Auslegung der Röntgenbilder. Auch dabei kann vertuscht und gemauschelt werden.

Es ist aufschlussreich, mal über das eigene Bild der HD-Probleme hinauszusehen und zu lesen, wie Amerikaner die HD einschätzen, erklären, und was sie dagegen vereint unternehmen - im Gegensatz zu den europäischen Nationen. Die FCI konnte sich nämlich noch zu keiner einheitlichen Bewertung durchringen. Amerikanische Hundezüchter, die sich Tiere vornehmlich aus Deutschland holten, litten unter der importierten HD-Welle.

Die HD bei Menschen ist seit 2 000 Jahren bekannt. Der amerikanische Tierarzt mit dem deutschen Namen Schnelle fand die HDS bei Hunden erstmals 1935. Aber erst 20 Jahre später wurden seine Bemühungen anerkannt und eine Verbreitung in vielen Ländern festgestellt. Von Schnelle stammt auch die Klassifizierung der HD nach den Schweregraden I-IV.

Der US-Tierarzt und Genetiker Dr. Jerold S. Bell: "Sie ist das klassische Beispiel einer polygenen (Anm.: verursacht durch mehrere Gene) Erbkrankheit. Durch Gendefekte in der Anatomie und lockere Gelenke können betroffene Hunde lahm, und bei zusätzlicher Osteoarthritis (Knochen- und Gelenk-Entzündung) bewegungsunfähig werden. Wie bei vielen spät ausbrechenden und polygenetischen Krankheiten wirken sich Umweltbedingungen auf die Schwere der Erkrankung aus. Ein HD-Befund ist dank Röntgenaufnahmen zu ermitteln.

Die Orthopedic Foundation for Animals (OFA) sammelt und veröffentlicht seit vielen Jahren ein Register und versucht, mit verbesserten Röntgenprogrammen, die Krankheit zu kontrollieren. Jede Röntgenaufnahme wird von drei Radiologen, die vom Vorstand der OFA dazu berechtigt sind, ausgewertet.

Die OFA-Bewertungsskala gründet auf Gelenkaufbau, Lockerheit des Gelenks, eventuell arthritische Veränderungen. Die Skala reicht von excellent über gut, durchschnittliche, Grenzfall oder leichte, mittlere oder schwere HD.

(Anm.: In Deutschland sind die Bezeichnung innerhalb der Rassevereine verschieden: wie bei Schnelle, oder: frei, Verdacht, leicht, mittel und schwer.)

Die PennHip-Methode basiert, anders als die Röngten-Methode der OFA, auf der Messung der Lockerheit des Hüftgelenks. Dabei wird eine festgelegte Kraft verwendet, um die maximale Streckbarkeit der Gelenke beim betäubten Hund zu messen. PennHip-Studien weisen eine direkte Wechselwirkung von festen Hüftgelenken und geringem Auftreten von HD nach. Bei der Erfassung einer durchschnittlichen Streckbarkeit innerhalb einer Rasse und der Auswahl von Zuchttieren mit - relativ - festen Hüftgelenken, ist davon auszugehen, dass das Auftreten der HD mit der Zeit rückläufig ist.

Natürlich haben die Forscher erkannt, dass das Röntgen der Hüften nur eine phänotypische ( Anm.: genetisch kontrollierte Eigenschaft oder gesamtes Erscheinungsbild des Individuums) Messung ist, die keine Aussagen über die genetischen Voraussetzungen der HD trifft. Es zeigt sich, dass beide Methoden trügerisch positive wie auch negative Ergebnisse zeigen können. Beide Methoden können aber bereits in jungem Alter eine Disposition zu späterer HD zeigen. Die OFA stellt gültige Zertifikate erst ab einem Alter von zwei Jahren aus, bietet aber vorläufige Bewertungen jeder Altersstufe.

Es gilt, durch sorgfältige Auswahl von HD-beeinflussenden Genen unterhalb jener Grenzwerte zu bleiben, die eine HD entstehen lassen. Auch wir wissen, dass die Umgebung, in der sich ein Hund aufhält, einen Einfluss auf die Entwicklung einer HD hat. Züchter sollten künftiges Zuchtpotenzial unter vergleichbaren Aufzuchtbedingungen bewerten, in denen vor HD weder besonders geschützt noch die Bildung gefördert wurde.

Züchter selektierten zahlreiche Generationen auf einen normalen Hüftstatus und erwarteten, dass dieser sich auf die Nachkommen vererben würde. Wie wir aber aus der modernen Nutztierzucht lernen konnten, repräsentiert das Erscheinungsbild der Voll- und Halbgeschwister eher die Vielfalt der vorhandenen Gene als das Individuum selbst. Anders gesagt: In der polygenetischen Krankheitskontrolle ist die Breite der Ahnentafel von grösserer Bedeutung als ihre Tiefe. Es sind daher alle Wurfgeschwister zu bewerten.

Phänotypisch normale Hunde aus Würfen mit einem hohen Vorkommen an befallenen Tieren werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Disposition zu HD vererben. Bei sorgsamer Auswahl von Zuchttieren auf eine möglichst grosse Anzahl von phänotypisch normalen Wurfgeschwistern und Eltern kann in allen Rassen von einem Rückgang der HD ausgegangen werden

Parasiten: Würmer

Man muss sie nicht sehen, die Würmer im Kot. Wenn nur der Verdacht besteht, der Hund könnte Würmern haben, ist der Tierarzt-Besuch angesagt.

Können wurmförmige Gebilde auf dem Kot entdeckt werden, ist ein Bandwurmbefall möglich. Aber auch der kleine Fuchsbandwurm lässt sich nicht auf den ersten Blick feststellen. Dazu sind mikroskopische Tests von Kotproben notwendig.

Normalerweise genügt eine walnussgrosse Kotprobe für die Untersuchungen. Empfehlenswert ist es auch, Bandwurmglieder, welche im Kot gefunden wurden, separat in ein kleines Gefäss mit Wasser zu legen und zum Test mitzugeben. Das erleichtert den Befund.

Der Befall mit dem durchaus gefährlichen Fuchsbandwurm kann nicht nur wegen der Ausscheidung von Eiern festgestellt werden, weil diese mit Eiern von anderen, für den Menschen harmlosen Bandwürmern identisch sind. Werden derartige Eier gefunden, muss ein zweiter Test mit dem Kot durchgeführt werden. Der aber wird nur von wenigen Labors angeboten und ist entsprechend teuer.

Kann eine Ansteckung von Hunden mit Würmern verhindert werden? Nur zum Teil, denn ein Hund mit Auslauf wird sich immer einem Ansteckungsrisiko aussetzen. Jagt ein Hund Mäuse, so muss mit Bandwurmbefall gerechnet werden. Aber selbst Hunde, die nur über industriell hergestellte Nahrung oder gekochtes Fleisch ernährt werden, können sich über andere Wege anstecken.

Die Pharmaindustrie warf in den letzten Jahren eine Menge von mehr oder weniger wirksame und auf Altersstufen abgestimmte Arzneimittel gegen Würmer auf den Markt. Welpen müssen häufig entwurmt werden, dafür aber abgestimmt schonend, weil eine Entwurmung immer den Körper "schlaucht". Bei erwachsenen Hunden "genügt" im Normalfall eine halbjährliche Entwurmungskur.

Die bei Hunden vorkommenden Würmer sind in zwei grosse Gruppen einzuteilen: Faden- (Nematoden) und Bandwürmer (Zestoden).

Fadenwürmer

Spulwürmer (Ascariden) kommen am häufigsten vor. Sie sind spagettiförmig, je nach Wurmgeschlecht und Entwicklungsstadium von wenigen bis zu zehn Zentimeter lang.

Der Hund infiziert sich mit diesem Parasit entweder durch Aufnehmen von Wurmlarven, die sich innerhalb weniger Tage aus Wurmeiern im Hundekot eines verwurmten Hundes entwickeln, durch Mäuse-Fressen oder durch die vorgeburtliche (pränatale) Infektion - häufigster Infektionsweg: so genannt "inaktive" Spulwurmlarven können über lange Zeit (manchmal mehr als ein Jahr) in der Muskulatur einer Hündin ablagern.

Bei einer trächtigen Hündin können diese Spulwurmlarven durch Hormone aktiviert werden und wandern in die Leber und Lungen der Föten. Beim frisch geborenen Welpen entwickeln sich die Larven weiter, werden hochgehustet und abgeschluckt, wo sie sich im Darm zu ausgereiften Spulwürmern entwickeln.

Häufig ist auch eine galaktogene Infektion. Larven, die im Milchdrüsengewebe des Muttertieres liegen und in der Säugephase durch Hormone aktiviert werden, gelangen mit der Muttermilch in die Hundewelpen.

Einmal aufgenommene Spulwurmlarven aus Hundekot, Mäusen und Muttermilch bleiben aber nicht im Darm, sie wandern durch den Körper. Dabei dringen die Larven durch die Darmwand und gelangen meist bei der Erstinfektion von Welpen, die noch keine Immuniät aufbauen konnten, über Lymph- und Blutadern über die Leber zur Lunge und - oft bei erwachsenen Hunden - erneut über den Blutweg in den Körperkreislauf des Wirtstieres.

Einen Monat lang wandern die Würmer durch den Wirtskörper. Eine Entwurmung kann nur ausgewachsene Würmer töten, aber keine Larven. Daher reicht die einmalige Behandlung gegen Spulwürmer nicht.

Mögliche Folgen einer nicht rechtzeitigen Entwurmung bei Welpen: struppiges Fell, Husten, Erbrechen nach dem Füttern, aufgetriebener Bauch, schleimig- weicher Kot bis Durchfall oder Verstopfung durch regelrechte Spulwurmknäuel.

Hochgradiger Wurmbefall können - durch das Saugen von Blut an den Blutgefässen im Darmbereich - Blutarmut mit Apathie, Futterverweigerung, Abmagerung sowie Schock und Tod hervorrufen.

Der erwachsene Hund, der als Welpe erstinfiziert wurde und dadurch sein Immunsystem aktiviert hat, bleibt meist frei von Befall. Dies aber erhöht die Gefahr einer weiteren Verbreitung durch die Ausscheidung der Wurmeier.

Der Spulwurmbefall ist eine Zoonose, also eine auch auf den Menschen übertragbare Erkrankung. Die Larven können beim Menschen - unter anderem - zu Veränderungen des Blutbildes (Eosinophilie), zu Leber-, Lungen- und Gehirnschäden führen.

Die zu den Fadenwürmern zählenden Peitschenwürmer haben ein fadenförmiges Vorder- und ein verdicktes Hinterende, die eine Gesamtlänge des Wurmes von etwa sieben Zentimeter ergeben.

Die auch bei Füchsen anzutreffenden Würmer verbreiten sich durch Eier mit dem Kot des Wirtstieres. Daher findet auch eine Infektion über die Aufnahme dieser Larven über den Mund statt.

Eine Untersuchung auf solche Darmeier ist deshalb nicht gleichbedeutend mit "wurmfrei", nur weil sich keine Eier finden lassen. Möglicherweise wurden nur gerade keine Eier ausgeschieden. Ein leichter Befall kann folgenfrei bleiben, ein massiver jedoch zieht vielleicht Blutarmut, Abmagerung, Kräfteverfall und eine Entwicklungsverögerung beim Welpen nach sich.

Hakenwürmer sind gut ein Zentimeter lang und dünn. Die ausgewachsenen Würmer produzieren Eier, die über den Kot ausgeschieden werden. Gerade bei Zwingerhaltung können sich die Eier ausserhalb des Hundes zu infektiösen Larven entwickeln und über die Haut wieder in den Hund gelangen.

Ein weiterer Infektionsweg ist die Aufnahme solcher Larven über die Nase durch Belecken des Bodens oder des Fells, dem diese Larven anhaften. Möglich ist auch eine Übertragung auf den Welpen über die Muttermilch, wenn nach einer Infektion die Larven gewandert sind.

Für Welpen kann ein Befall von Hakenwürmern zu grossem Blutverlust führen. Reaktionen sind: struppiges Fell, Abmagerung, Dünndarmentzündung mit eventuell blutigem Durchfall, Eisenmangel, Blutarmut oder gar Schock und Tod.

Eine zweimalige Entwurmung mit dem angemessenen Hakenwurmmittel reicht normal aus.

Bandwürmer

Der häufigste Wurm wird 20 Zentimeter bis zu einem halben Meter lang und besteht aus einer Kette mit gurkenkernähnlichen Gliedern, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Dort werden ganze Eipakete abgesetzt und von Insekten wie Flöhen aufgenommen.

Die Insekten dienen den Würmern als Zwischenwirte. Bei Flohbefall entsteht durch das Saugen der Flöhe ein intensiver Juckreiz an den betroffenen Hautstellen des Hundes. Dabei beisst der Hund auf die Flöhe.

Bandwurmbefall beim Hund kann sich durch Juckreiz am After durch auswandernde Bandwurmglieder zeigen, dabei kann es zum "Schlittenfahren" kommen, um die Würmer abzuschütteln. Verdauungsstörungen, Abmagerung und glanzloses Fell können folgen.

Durch Flohmittel kann der Befall vermieden werden. Bei Infektion hilft ein Bandwurmmittel.

Der für den Menschen gefährlichste Bandwurm ist der Fuchsbandwurm, der ausser den Hund besonders Fuchs und Katze befällt. Der Wurm ist der kleinste mit wenigen Millimetern Länge. Der wichtigste Endwirt dieses Wurmes ist der Rotfuchs, die wichtigsten Zwischenwirte sind Mäuse.

Infektiöse Larven werden bei der Nahrungsaufnahme von Zwischenwirten wie Mäusen, auch anderen Nagern, aufgenommen, wo sie aus dem Darm wandern und über die Blutlaufbahn in die Leber gelangen. Dort wachsen sie zu tumorähnlichen Gebilden heran, in denen unzählige Bandwurmgebilde entstehen. Bei der Aufnahme von Mäusen durch den Endwirt werden sie nach der Verdauung frei. Dann entwickeln sich innerhalb von über einem Monat neue Fuchsbandwürmer.

Selbst starker Fuchsbandwurmbefall beeinträchtigt den Hund für gewöhnlich nicht. Einmal mit einem Fuchsbandwurmmittel behandelt, tötet es zwar die Würmer ab, aber nicht die in ihnen enthaltenen Eier

Läufigkeits-Störungen Teil 1

Anöstrie (Ausbleiben äusserlicher Brunstzeichen):
Dies kommt bei einer Unter- oder Fehlfunktion der Ovarien (Eierstöcke) vor. Das Ausbleiben ist durch verspätete Pubertät (Geschlechtsreife) oder als unnormal verlängerter Läufigkeits-Zeitabstand, auch als Ausbleiben einer Gravitität (Schwangerschaft) erkennbar.

Von einer Behandlung ist bei Hündinnen, die nicht zur Zucht herangezogen werden ebenso abzusehen wie bei Junghunden - auch bei normaler Gewichtszunahme - mit ausbleibender Läufigkeit.

Bei Hündinnen, sie schon einmal läufig waren, lässt sich in der Zeitspanne des Ausbleibens der Brunstsymptome (zum Beispiel angeregte Zitzen, anschwellende Vulva) durch konditionierende Östrogen-Gabe der Zyklus wieder einregeln.

Die normalen Symptome des Zyklus zeigen sich ab dem vierten Tage nach der Behandlung. Zuchthündinnen sind dann etwa zwei Wochen nach Behandlungsstart wieder deckbereit.

Läufigkeits-Störungen Teil 2

Zwei Begriffe vorab erklärt: Proöstrus ist die Dauer der Vorbrunst, sie beträgt durchschnittlich neun Tage. In dieser Phase schwillt die Vulva an und aus der Scheide tritt wässrig-blutiger Ausfluss. Hündinnen sind nun schon für Rüden attraktiv, lassen sich aber noch nicht decken.

Östrus ist die Brunst selbst und dauert im Durchschnitt auch etwa Tage. Aus beiden Zeitangaben ist aber keine Regel herzuleiten. Der Vaginalausfluss in der Östrus-Phase wird jetzt klar oder nur leicht schleimig. Die Hündin ist nun aufnahmebereit (etwa zweiter bis vierter Tag des Östrus), lockt unweigerlich jeden Rüden an und würde sich auch decken lassen. Vorsicht zum Ende dieser Zeit, dort ist die Aufnahmebereitschaft am höchsten. Also lieber ein paar Tage zugeben, wenn man die Hündin nicht decken lassen will.

Verlängerte Läufigkeit

Es ist sehr schwer, den Begriff "verlängerte Läufigkeit" zu erklären bei der grossen Bandbreite der unterschiedlichen Zyklusphasen und der eingeschränkten Urteilskraft bei äusseren Symptomen, was den Läufigkeitsstart und den Ovulations-Zeitpunkt betrifft.

Man kann nur die meistbeobachteten Verläufe und einige diesbezügliche Studien heranziehen, danach gibt es drei Möglichkeiten von Läufigkeits-Störungen: verlängerter Proöstrus, verlängerter Östrus und "Split"-Östrus.

Beim verlängerten Proöstrus zeigt die Hündin eine typische Blutung über mehr als drei Wochen. Betroffene Hündinnen sind auch nicht deckbereit. Diese Störung ist vermutlich durch eine ungenügend endogene Ausschüttung von gonatropen (nicht geschlechtsspezifischen) Hormonen hervorgerufen.

Beim verlängerten Östrus dauert die Deckbereitschaft länger als zwei Wochen. Die Tiere scheiden meist blutig-wässrigen Ausfluss aus. Derartige Symptome wurden mehrfach bei Hündinnen festgestellt, die schon länger als eine Woche vorher erfolgreich gedeckt worden waren. Manchmal bleibt bei Hündinnen mit verlängertem Östrus der Eispruch (Ovulation) aus. Wegen der verlängerten Östrogen-Einwirkung entsteht dann eine glandulär-zystische Hyperplasie des Endometriums. Gestagene werden hier zur Behandlung empfohlen.

In einem "Split"-Östrus weist die Hündin - nach einem normal ablaufenden Proöstrus und dem Beginn typischer Östrus-Symptome - plötzlich deckbereite Rüden ab. Die erste kurze Phase der Deckbereitschaft war dann zu kurz. Die richtige Östrus-Phase setzt dann erst wieder nach der Unterbrechung von einigen Tagen ein.

Unterdrückte Läufigkeit

Man muss hier unterscheiden in: Verhinderung der Läufigkeit (vollkommene Unterdrückung der Sexualfunktionen durch Kastration oder Depot-Gestagene), Verschiebung (kurzfristiges Hinauszögern um einige Tage) und Unterbrechung (Unterdrückung einer bereits eingetretenen Läufigkeit).

Jeder tierärztliche Eingriff in den Sexualzyklus der Hündin ist mit Nebenwirkungen und Schwierigkeiten verbunden.

                                                 Impfplan
                                                      spritze1.wmf (2070 Byte)

wann wird geimpft: ab der 6. Woche

Impfplan

Alter Impfungen gegen
6- 8 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten
8 - 10 Wochen Staupe, HCC*, Leptospirose
10 - 12 Wochen Parvovirose, Zwingerhusten
12 - 14 Wochen Staupe, HCC,* Leptospirose, Tollwut
jährliche Wiederholung Leptospirose,Parvovirose,Zwingerhusten, Tollwut
Wiederholung alle 1 - 2 Jahre Staupe, HCC*
*HCC = Hepatitis contagio canis, ansteckende Leberentzündung
Sehr zu empfehlen ist die neue (seit 2000 möglich) Impfung gegen Borreliose
http://www.hundehaus.de/willkommen.html

Index: Spondylose---

Spondylose

Von Harald Wenner

Spondylosen (Spondylopathia deformans) sind krankhafte Veränderungen (Verkalkungen) an der Wirbelsäule, die meist durch chronische Entzündungen der Verbindungsgewebe unterhalb der Wirbel entstehen. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule befinden sich die Bandscheiben.

Bei an Spondylose erkrankten Hunden bilden sich besonders vorne an den Wirbelkörpern knöcherne Zacken, die von oben und von unten über die Bandscheibe wachsen. Diese Zacken können so lang werden, dass sie zwei hintereinander liegende Wirbel über die Bandscheibe hinweg verbinden. Es kommt zur knöchernen Überbrückung der Wirbelzwischenräume (in denen die Bandscheiben liegen), was am Ende zur Versteifung einzelner Abschnitte der Wirbelsäule führt. Hauptsächlich betroffen sind dabei die Brust- und die Lendenwirbelsäule.

Auf einer seitlichen Röntgenaufnahme der Wirbelsäule kann man erkennen, dass diese "Brücken" die Wirbel so zu verbinden beginnen, dass Bewegungen schmerzhaft werden können. Sobald die Spangen stabil verkalkt sind, nehmen die Schmerzen ab. Was allerdings bleibt, ist ein steifer Rücken.

Bei fortgeschrittener Spondylose kann auch eine Hinterhandschwäche auftreten, da die Leitfähigkeit der Rückenmarknerven behindert ist. Dadurch könnte auch eine eventuell vorhandene, aber bisher noch nicht festgestellte Hüftgelenksdysplasie oder Kniegelenkerkrankung in ihrem Fortschreiten beschleunigt werden. Diese Abweichung findet man meist bei älteren Hunden. Reflexe an den Beinen werden bei fortschreitender Krankheit schwächer.

Die mit Pfeilen gekennzeichneten Wirbel zeigen Zubildungen, die aufeinander zu wachsen und teilweise schon miteinander "verplattet" sind. Diese Verplattungen sind für den Hund dann nicht mehr schmerzhaft, führen aber zu den beschriebenen Versteifungen. Bei heftigen Bewegungen können dünne Verplattungen erneut aufbrechen und aneinander reiben. Dies führt zu entzündlichen Prozessen und ist entsprechend schmerzhaft für den Hund.

Die nicht gekennzeichneten Wirbelkörper stellen gesunde Abschnitte der Wirbelsäule dar. Dieser Unterschied ist auf der Röntgenaufnahme sehr deutlich zu sehen.

Symptome:

  • manchmal hinkt der Hund wegen der Schmerzausstrahlung vom Rücken.
  • der Hund hat oft Schmerzen beim Aufstehen und Abliegen, kann nicht springen und sich schlecht aufrichten.
  • er bleibt am liebsten liegen, findet aber nicht leicht die richtige Position.
  • Teilweise wölbt der Hund den Rücken, um so die Wirbelsäule zu entlasten
  • er zeigt Mühe beim Treppensteigen und beim Einsteigen ins Auto
  • die Gesäßmuskeln werden schwächer, die Hinterhand ist schlaff, er knickt hinten ein, steht eigentümlich auf der Hinterpfote und/oder zieht die Hinterpfote nach, dabei schleifen die Krallen auf dem Boden
  • häufig schreit er auch beim Spielen bei manchen Bewegungen plötzlich auf.

Es können auch Probleme beim Harn lassen und/oder beim Stuhlgang auftreten, da diese Körperhaltungen die Wirbelsäule belasten. Beim Abtasten des Rückens durch den Tierarzt zeigt der Hund im akuten Stadium Schmerzreaktionen und es kommt zu Zuckungen der Muskulatur.

Wer kann an Spondylose erkranken?

Grundsätzlich kann jeder Hund erkranken. Gewisse Rassen neigen vermehrt zu Spondylose. Hierzu zählen Molosser (einschliesslich Boxer) und andere grosse Hunderassen. Teilweise tritt diese Krankheit schon in relativ jungem Lebensalter auf.

Nach der Diagnose

Klar ist, dass Spondylosepatienten oft abrupte Schmerzen haben, die durch eine Bewegung der Wirbelsäule ausgelöst werden (zu vergleichen bei uns Menschen mit einem Hexenschuss oder einem eingeklemmten Ischiasnerv).

Man sollte darauf achten, dass Hunden mit Spondylose nicht unnötig auf dem Rücken "herumgetatscht" wird; wohlgemeintes, zu starkes "Klopfen" kann da auch beim gutmütigsten Hund wegen der Schmerzen schon mal zu einem Schnappen führen.

Bei Spaziergängen sollten Sie darauf achten, dass keine anderen Hunde auf Ihrem Hund "aufreiten", wollen. Dieses Aufreiten anderer Vierbeiner kann wieder einen akuten Schmerzschub auslösen. Generell sollte darauf geachtet werden, dass der Rücken nicht unnötig belastet wird.

Gleichwohl sind Hunde mit Spondylose ganz "normale" Hunde, auch wenn man ständig in Sorge ist, bestimmte Bewegungsabläufe könnten einen neuen Schmerzschub auslösen. Aber dieser Schmerzschub kann durch ein zu wildes Herumtollen mit einem Spielkameraden auf der Wiese genau so ausgelöst werden, wie durch ein zu abruptes Hinlegen des Hundes auf sein weiches Lager

Therapie

Grundsätzlich sollte das Therapieprinzip entzündungshemmend und schmerzstillend sein. Schmerztherapien sind allerdings nur bei Krankheitsschüben erforderlich. Es gibt gute Möglichkeiten, den Verlauf der Spondylose positiv zu beeinflussen. So kann man zum Beispiel "im Hintergrund" homöopathisch entzündlichen Prozessen entgegenwirken. Medikamente wie Traumeel und Zeel haben sich hier sehr gut bewährt.

Auch eine homöopathische Behandlung darf nur in Absprache mit dem Tierarzt stattfinden, der, gemeinsam mit dem Tierhalter, die bestmögliche Therapie für den Hund ermittelt. Wenn aber irgendwann diese Mittel nicht mehr helfen, ist es sehr wichtig, mit dem Tierarzt an andere Behandlungsmethoden zu denken.

Bewegung

Wie bei jeder Gelenkerkrankung ist ein gesundes Maß an Bewegung sehr wichtig. Nur so kann stützende Muskulatur erhalten, oder gekräftigt werden. Sofern möglich, sollten sich erkrankte Hunde viel im Wasser bewegen, wo jeder Körper nur ein Siebtel seines eigentliches Gewichtes wiegt. Dies ist eine hervorragende Methode, die - gerade bei Erkrankungen im Bewegungsapparat - erforderliche Muskulatur aufzubauen, ohne Gelenke und Wirbelsäule zu überlasten.

 

Giftpflanzen

Rhododendron kann für Hunde tödlich sein

Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr Vierbeiner beim Herumtollen im Garten keine Blätter oder Blüten des Rhododendron frisst. Schon eine winzige Menge davon könne für das Tier tödlich sein, warnt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg. In den meisten Fällen tritt der Tod innerhalb weniger Stunden ein. Daher ist es wichtig, bei Symptomen wie starkem Speichelfluss, Erbrechen, Krämpfen und angestrengtem Atmen sofort einen Tierarzt aufzusuchen.

 

Allergien
Zähne und Zahnfleisch

Staupe

Magen und Darm
Der Schnupfen

Akuter Kehlkopfkatarrh


Luftröhren - und Bronchialkatarrh


Hepatitis 


Erkrankungen der Augen

Ohrenzwang


Erkrankung von Haut und Haar


Krebs


Tollwut


Leptospirose


Parvovirose


Zwingerhusten


Scheinträchtigkeit



Hüftgelenksdysplasie (HD)




Coronavirus

Babesiose

http://www.medizinfo.de/waldundwiese/babesiose.htm

http://www.weissepfoten.de/HOS/Zecke.htm

Leishmaniose und Zeckenmittel

Mittel gegen Leishmaniose und Zecken

Von Dr. Torsten J. Naucke (Parasitologe und Entomologe)

Wirkstoffe

Andere Schutzmittel

Wie entfernt man Zecken?

Von Redaktion hundezeitung

Wichtig bitte immer den Tierarzt aufsuchen!!!!!

Allergien
Das Abwehrsystem stuft ein harmloses Antigen ( z.B. Blütenpollen ) fälschlich als gefährlich ein. Es beginnt, dieses Antigen wie ein Krankheitserreger zu bekämpfen. Zu diesem Zweck werden verschiedene Blutzellen und Blutbestandteile aktiv. Dabei werden bestimmte körpereigene Stoffe frei, z.B. Histamin, Serotonin, Lymphokine, Prostaglandine und Leukotriene. Die Wirkungen dieser Stoffe führen zu den typischen Anzeichen einer Allergie.

Beispiele einer Allergie sind:
Erweiterung der Blutgefäße. Folge: Rötung, austritt von Flüssigkeit aus den Gefäßen in das Gewebe ( Pusteln, Ödeme, Schwellungen ).
Aktivierung der Schleimdrüsen.

Folge: Heuschnupfen
Reizung sensorischer Nervenenden.

 Folge: Juckreiz
Verengung der Bronchien in der Lunge.

Folge: Asthma

Gegenmaßnahmen:
Der Tierarzt wird in den meisten Fällen ein Bluttest durchführen. Durch diesen kann er dann die Ursache der Allergie ermitteln und für die meisten Fälle geeignete Maßnahmen treffen.

Zähne und Zahnfleisch
Der Hund hat normalerweise bis zu seinem Lebensende ein gesundes Gebiß. Bei schlechten Zähnen, beginnt oft alles mit Zahnstein. Leichter Zahnstein kann durch Reinigen der Zähne mit Schlemmkreide erfolgen. Starker Zahnstein führt zur Erkrankung der Zähne, des Zahnfleisches und der Kieferhöhlen und sollte deshalb vom Tierarzt entfernt werden.
Bei Junghunden sollten die Milchzähne die nicht von selbst ausgefallen sind gezogen werden. Dieses geschieht um ein gesundes nachwachsen der zweiten Zähne zu gewährleisten.

Staupe
Wichtig ist das ein Hund grundimunisiert und später regelmäßig nachgeimpft wird. Die erste Impfung im Alter von 8 - 10 Wochen, die zweite etwa 4 Wochen später. In gefährdeten Gebieten eine dritte Impfung nach weiteren 2 Wochen. Anschließend alle 12 Monate nachimpfen.Ist der Hund nach 12 Monaten nicht geimpft worden, muß ein komplette Grundimunisierung erfolgen. Kranke Hunde und solche mit starken Parasitenbefall, dürfen nicht geimpft werden. Ihr Imunsystem ist zu stark geschwächt, so das sie die Impfung nicht umsetzen können.

Auch sollte ein Welpe nicht zu früh geimpft werden. Durch die Muttermilch wird der Impfvirus neutralisiert.

Magen und Darm
Erkrankungen des Magens und des Darms werden beim zivilisierten Hund immer häufiger beobachtet. Der Hund zeigt Erbrechen, Durchfall oder beides zusammen sowie Appetitlosigkeit. Es gibt dafür viele Gründe: einmal falsche und ungenügende Ernährung, andererseits Überernährung. Bei der Heilung dieser Erkrankungen spielt Diät eine große Rolle. Mehrtägiges Fasten, Haferschleim, gutes Fleisch und Vitamine sind Voraussetzungen für die Wiedergesundung des Hundes. Bei Durchfällen gibt man Kohle oder Tabletten. Statt Trinkwasser bekommt der Hund leichten schwarzen oder Fencheltee vorgesetzt. Bei längeranhaltenden Magen- und Darmstörungen soll immer der Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Chronische Erkrankungen, gerade des Magen- und Darm-Kanals, sind schlecht und nur unter schwierigen Umständen heilbar. Zu den Erkrankungen des Magens und Darms gehört auch der Befall des Hundes mit Spul- und Bandwürmern: jeder Welpe hat Spulwürmer und muß deshalb auch entwurmt werden. Eine Verwurmung des Hundes hat eine Schwächung seiner Widerstandskraft zur Folge. Außerdem sollte man seinen vierbeinigen Hausgenossen schon aus hygienischen Gründen (enges Zusammenleben mit dem Menschen) entwurmen. Eine Jährliche (eventuell auch häufigere) Wurmkur mit geeigneten Mitteln ist nie fehl am Platz. Der Befall mit Bandwürmern zeigt sich meistens durch Abmagerung des Hundes, vermehrte Freßlust, manchmal auch Freßunlust, Abgang der Bandwurmglieder im Kot, Durchfälle etc. Die Bandwurmbekämpfung ist immer problematisch und kann durch das leichtsinnige Eingeben von stark wirkenden Mitteln sehr gefährlich für den Hund werden. Die Bandwurmbekämpfung gehört deshalb in die Hände des Tierarztes, Erwähnenswert ist auch die Übertragung des Zwischenstadiums des gewöhnlichen Hundebandwurms durch Flöhe. Die Flohbekämpfung ist also eine Voraussetzung zur erfolgreichen Bandwurmkur. Unter den vielen Bandwürmern des Hundes gibt es eine Art (der Kot sieht aus, als ob er mit Gries bestreut wäre), die auch dem Menschen gefährlich werden kann. Das sogenannte Schlittern, Rutschen des Hundes auf dem After, hängt nicht immer mit Würmern zusammen. Des öfteren liegt eine Verstopfung der Duftdrüsen des Hundes vor.

 

Magendrehung

- Zunehmende Apathie, erkennbar an reduziertem Verhalten;

- Beginnender Schock erkennbar an blassen Schleimhäuten und flachem Puls;

- Vergrößerung des Bauchraums;

- Trommelartiger Klang beim vorsichtigen Fingertrommeln auf der Bauchwand;

- Versuchtes Erbrechen ohne Erfolg

Der geblähte Magen ist am besten hinter den Rippen zu ertasten.

 

 

Alptraum Magendrehung

Gefahr für den Hund:
Die Magendrehung ist eine altbekannte Krankheit, die trotz  Forschung nichts von ihrem Schrecken verloren hat. Erkennt man diese nicht gleich, kann sie den Tod bedeuten. 
Kann es an der Rasse oder Fütterungs- und Bewegungsgewohnheiten liegen? Diese Frage stellen sich viele, aber leider ist die Ursache einer Magendrehung sind fast unbekannt.
 

Die Ursachen und ihre Folgen

Doch was passiert bei der Magendrehung? Durch unterschiedliche Gründe dreht sich der Magen um die eigene Achse, dabei kann es bis zu einer vollständigen Drehung von 360 Grad kommen. Gleichzeitig wird der Schlund und der Dünndarm mit verdreht, so dass kein Nahrungsbrei und kein Gas aus dem Magen entweichen kann. Es kommt durch Gärungsprozesse zur weiteren Gasbildung, und der Magen vergrößert sich zusehends. Er kann dabei leicht die Größe eines Fußballes annehmen. Eine weitere Folge ist die mangelnde Blutversorgung der Magenwand durch die „abgedrehten“ Arterien. Sauerstoff kommt kaum noch in den Magenzellen an und gefährliche Abfallprodukte des Zellstoffwechsels können nicht mehr abtransportiert werden. Die Magenzellen sterben ab. Man erkennt dies an einer grünlich, schwarzen Verfärbung der Magenwand. Ist dieser Zustand erreicht, kann der Magen platzen, eine fast immer tödliche Bauchfellentzündung würde entstehen. selten platz aber der Magen. In jedem Fall kommt es bei der Magendrehung zum Schock durch Versacken des Blutes, durch Druck des geblähten Magens auf das Herz und durch die giftigen Stoffwechsel-Abbauprodukte aus der Magenwand. Diese können auch die Herzmuskelzellen angreifen und ein lebensbedrohliches Herzkammerflimmern hervorrufen. 

Grosse Hunde erkranken häufiger an der Magendrehung als kleinere.  Warum es gerade die großen Hunderassen betrifft, ist nicht ganz geklärt. Man weiß, dass ein tiefer Brustkorb die Wahrscheinlichkeit erhöht. Vermutlich ist bei diesen Hunden die Magenaufhängung ungünstiger als bei den kleinen Hunderassen.

Keine Übergroßen Futterportionen!


Der Einfluss des Futters und der Fütterungstechnik auf die Entstehung der Magendrehung wird immer wieder diskutiert. Bekannt ist, dass große Mengen Futter den Magen überladen können und damit die Entstehung der Drehung begünstigen. Auch ist gärendes Futter gefährlich, da es große Mengen Gas produziert, die den Magen dehnen und damit auch dessen Drehung verursachen können. Es ist deshalb abzulehnen, übergroße Futterportionen anzubieten. Man tut seinem Hund eher einen Gefallen, die Futtermenge auf zwei Fütterungen zu verteilen. Vermutungen über weitere Einflüsse des Futters auf die Entstehung der Magendrehung sind rein spekulativ. Es wird immer wieder in Zeitschriften erwähnt, dass das Wälzen des Hundes mit Futter im Magen die Drehung begünstigt. Bewiesen ist dies aber nicht. Trotzdem kann man annehmen, dass ein leicht gefüllter Magen beim Wälzen um die eigene Achse kippen kann. Dann wäre der Magen um 90 Grad gedreht. Die Magenpassage ist dann bereits gestört und Entweichen von Gas unmöglich. Durch weitere Gärung kann nun der Magen weiter über 180 und 270 Grad bis zur vollständigen Verlagerung gedreht werden. Wie bereits gesagt: reine Theorie! Trotzdem sollte der Vierbeiner nach der Fütterung etwas Ruhe für die Verdauung bekommen


Eindeutige Symptome

Durch den gedrehten Magen bekommt der Vierläufer anfangs Bauchschmerzen. Der sich zunehmend spannende Magen schmerzt an sich, aber auch Druck auf andere innere Organe erzeugt Leiden. Das Allgemeinbefinden des Hundes, welches sich durch Verhalten, Futter- und Tränkeaufnahme äußert, wird zunehmend gestört. Der Hund wirkt apatisch. Das heißt, mit fortschreitender Magendrehung verkriecht sich der Hund, hört nicht mehr auf sein Herrchen, lehnt jegliche Nahrung ab. Manche Hunde versuchen, sich zu erbrechen, dabei kommt allerdings höchstens weißer Schleim aus dem Schlund, da ja der Magenausgang zu diesem Zeitpunkt nicht mehr durchgängig ist. Jetzt kann man auch eine zunehmende Vergrößerung des Bauchraumes durch den sich blähenden Magen beobachten. Doch Achtung: Bei langhaarigen Hunden ist mitunter auch ein hochgradig geblähter Magen von außen kaum erkennbar. Tippt man vorsichtig mit den Fingerspitzen auf die Bauchdecken, hat man dass Gefühl, auf eine Trommel zu schlagen.

Behandlung in mehreren Teilen
 
Im weiteren Verlauf treten die Symptome eines Schockes in den Vordergrund. Der Hund liegt nur noch auf der Seite, kann nicht mehr laufen. Der Puls ist flach und schnell, die Schleimhäute werden zunehmend blasser. Bei fehlender Therapie verendet der Vierläufer. Der Zeitraum vom Beginn der Magenverdrehung bis zum Tod hängt vom Grad der Magendrehung ab. Es sind aber insgesamt nur wenige Stunden – also ein Wettlauf mit der Zeit. Will man seinem Hund noch helfen, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.

Die Aussagen des Hundehalters lassen oft schon auf eine Drehung schließen. Wenn der Tierarzt den trommelförmig gespannten Bauch tastet, bestätigt sich meist die Vermutung. Eine Röntgenaufnahme macht schließlich das Ausmaß der Magendrehung sichtbar. Die Behandlung der Magendrehung besteht aus mehreren Teilen: Es gilt als Erstes, den Magendruck schnell zu reduzieren, um ein weiteres Absterben der Magenwand zu verhindern. Der Schock muss intensiv behandelt werden, der Kreislauf des Hundes stabilisiert werden. Der Magen muss so schnell wie möglich in seine Ursprungslage gedreht werden. Komplikationen am Herzen müssen beobachtet und gegebenenfalls behandelt werden.

So verläuft die Operation


Im Einzelnen heißt dies: Sofort nach Einlieferung des Hundes in die Tierarztpraxis wird Gas aus dem Magen abgelassen, meistens durch Stich mit einer Kanüle.
Parallel dazu legt man dem Vierläufer eine Verweilkanüle, um über eine Infusion den Kreislauf zu stabilisieren und den Schock zu behandeln. Ist der Patient soweit stabil, beginnt die Operation. Ein erfahrenes OP-Team ist bei der Magendrehung besonders wichtig, da solche Hunde narkoselabil sind. Eine gute Überwachung und Steuerung der Narkose ist deshalb essentiell.

Die Operation wird mit einem Schnitt in der Bauchmitte begonnen. Wenn der Bauchraum geöffnet wurde, ist der dunkel gefärbte stark geblähte Magen nicht zu übersehen. Im ersten Schritt der Operation wird der Magen eröffnet, um den Inhalt aus Gas und gärendem Futter zu entfernen. Nach Verschluss der Magenwand kann der Magen meistens ohne Mühe in seine natürlich Position zurückgedreht werden. Als besondere Komplikation bei der Magendrehung kann in einer zusätzlichen Milzdrehung bestehen, die mitunter einer Entfernung der Milz notwendig macht. Sind die Milzgefäße nicht vollständig durch Blutpfröpfe verschlossen, kann sie sich nach der Zurückverlagerung des Magens erholen und im Bauchraum verbleiben. Schließlich sollte der zurückverlagerte Magen vor einer wiederholten Drehung geschützt werden. Eine Naht fixiert den Magen an die innere Bauchwand.

Die Nachbehandlung


Ein gut eingespieltes Operationsteam ist meistens in der Lage, eine Magendrehung innerhalb von einer bis zwei Stunden zu operieren. Danach ist die Arbeit allerdings noch nicht erledigt. Giftstoffe, die bei der Verdrehung des Magens und dem Absterben von Magenwandzellen freigesetzt werden, können insbesondere den Herzmuskel schädigen und noch nach einigen Tagen zu todbringenden Komplikationen führen. Hunde sollten nach einer Magendrehung einige Tage in der Praxis oder Klinik überwacht werden. Da nach einer solchen Operation eine künstliche Ernährung über zwei bis drei Tage notwendig ist, ergibt sich allein daraus der Zwang, den Hund beim Tierarzt zu lassen. Sind die ersten Tage schadlos vergangen, ist der Hund komplikationslos genesen und kann wieder normal eingesetzt werden. Spätfolge kann beispielsweise eine erneute Magendrehung sein. Durch die Fixierung des Magens wird die Gefahr zwar weitgehend reduziert, doch es gibt ja bekanntermaßen in der Natur nichts, was es nicht gibt.
Dr. Stephan Neumann

 

 



Der Schnupfen
Schnupfen, d. h. Katarrh der Nasenschleimhaut, ist zumeist auf Erkältung zurückzuführen, manchmal auch auf bestimmte Pflanzenteile wie Grannen oder Spelzen oder auf winzige Insekten oder deren Larven.

Erscheinungen: Niesen, Wischen mit den Pfoten an der Nase, Reiben der Nase an dazu geeigneten Gegenständen, späterhin NasenausfIuß, der anfangs spärlich und wässerig ist, später aber immer trüber, dicker, schleimiger oder auch eiterähnlich wird und, wenn er in großer Menge auftritt, zu schniefendem, rasselndem, unter Umständen etwas erschwertem Atem führen kann. Die Dauer solchen einfachen Schnupfens trägt meist nur wenige Tage; jedes kommen namentlich bei Hunden mit kurzen Köpfen, hin und wieder Nasenkatarrhe vor, die eine Neigung zum chronischen Verlauf zeigen Das aus den: Nasenlöchern fließende Sekret wird dann sehr bald klebrig, glasig oder eitrig, in schweren Fällen wohl auch jauchig und hat die Neigung, die Nasenöffnungen zu verkleben, in der Umgebung derselben zu schmutzigen Krusten einzutrocknen und die dort befindliche Haut in Entzündung zu versetzen. Der Nasenspiegel er scheint in solchen Fällen gewöhnlich trocken, rissig, grau und behält dieses Aussehen selbst nach Beseitigung des Nasenkatarrhs nicht selten für längere Zeit, ja manchmal das ganze Leben hindurch bei. Auch der Geruchssinn kann mehr oder weniger in Mitleidenschaft gezogen sein. Bereits an dieser Stelle soll erwähnt werden, wie gefährlich es ist, die Anzeichen eines Schnupfens zu übersehen. Die oft tödliche Staupe beginnt nämlich mit denselben Erscheinungen.

Behandlung: Der einfache Nasenkatarrh geht gewöhnlich auch ohne Behandlung in wenigen Tagen vorüber, und man hat nur nötig, die an den Nasenlöchern klebenden Ausscheidungen wiederholt abzuwischen bzw. die Haut mit Fett oder Vaseline zu bestreichen. Bei allen stärkeren, namentlich eitrigen, besonders aber chronischen Katarrhen kann man täglich ein- bis zweimal die Nasenhöhle mit einer warmen, verdünnten Kamillosanlösung ausspülen oder je 10 Minuten Iang Dämpfe von Kamillenaufguß einatmen lassen (der Topf wird dem Tier vorsichtig unter die Nase gehalten). Danach wird die Nase dünn mit Vaseline eingerieben. Dauert der Schnupfen mehr als ein paar Tage an, ist unbedingt der Tierarzt zu konsultieren.

Akuter Kehlkopfkatarrh
Diese Krankheit trifft häufig im Frühjahr durch eine Bakterielle Infektion auf. Erscheinungen sind Husten der anfangs kurz, heiser, trocken, später gedehnt, locker, rasselnd, mit Auswurf verbunden ist. Der Hund hat bei schwerer Erkrankung Fieber mit Appetitmangel und Atembeschwerden. Bei nicht sachgemäßer Behandlung kann es zu den chronischen Katarrh kommen. Der Tierarzt behandelt den Hund etwa eine Woche mit Antibiotika. Der Patient sollte im gut ventilierten Zimmer von Staub, Rauch, Zugluft und Aufregung ferngehalten werden.

Luftröhren - und Bronchialkatarrh
Lungenkatarrh kommt in der Regel namentlich bei schwächlichen, verzärtelten, jungen Hunden außerordentlich häufig vor. Dieser wird im allgemeinen durch die selben Ursachen wie der Kehlkopfkatarrh hervorgerufen. Der akute Lungenkatarrh beginnt, bei halbwegs stärkere Erkrankung mit wiederholten Anfällen von frösteln und Abgeschlagenheit, weitere auffällige Symptome sind Mattigkeit, Appetitmangel und Fieber. Sehr bald kommt es zum Husten, der anfangs kurz, trocken, und schmerzhaft hart ist, im weiteren Verlauf locker, feucht, kräftiger wird und sich mit Leichtigkeit durch Druck auf die Luftröhre, oft auch schon durch Beklopfen der Brustwand (dich hinter der Schulter), auslösen läßt. Bei fortschreitender Erkrankung sind die Atemzüge vermehrt und werden auch mit größerer Anstrengung ausgeführt. Legt man das Ohr an die Brustwand des Hundes hört man verschärftes Vesikuläratmen (das Vesikulär oder Bläschenatmen einer gesunden ruhig atmenden Lunge ist ein weiches, schlürfendes, murmelndes, nur beim einatmen hörsames Geräusch wo hingegen das verschärfte Vesikuläratmen lauter, rauher, schärfer und mehr oder weniger auch beim Ausatmen zu vernehmen ist). Wenn der Husten lockerer geworden ist, hört man ein leichtes Rasseln (Flüssigkeitsrasseln). Der Lungenkatarrh geht bei Erwachsenen, kräftigen Hunden meist in acht bis vierzehn Tagen vorrüber. Bei Jugendlichen und schwächlichen Hunden kann er sich oftmals mit wachsender Heftigkeit über mehrere Wochen erstrecken, in schwierigen Fällen bis hin zu einer Lungenentzündung. Vielfach bezeichnet man den chronischen Lungenkatarrh auch als Asthma, dieser kann als Ausgang des akuten Katarrhs auftreten und sich von vornherein als chronisches Leiden entwickeln. Dies ist namentlich bei älteren, herzkranken Hunden eine sehr häufig vorkommende Krankheit. Er kennzeichnet sich durch mäßige aber dauernde Atmungsbeschwerden, die durch Aufregung, Anstrengung, und schnelles Laufen sich noch wesentlich steigern können. Begleiterscheinung sind in der Regel anfallsweise auftretender quälender Husten, Würgen oder Erbrechen, meist feucht manchmal sogar rasselnd, selten trocken aber niemals besonders kräftig. Die Atemluft ist manchmal übelriechend; das Allgemeinbefinden in der Regel gut. Die Behandlung des akuten Lungenkatarrhs erfordert einen Tierarzt der in der Regel Antibiotika einsetzen wird wodurch in den meisten Fällen die Krankheit sehr schnell erfolgreich bekämpft werden kann. Wobei beim chronischen Lungenkatarrh nur wenig Aussicht auf Heilung besteht, höchstens eine vorübergehende geringe Besserung. Deshalb: Bei den ersten Anzeichen einer akuten Erkrankung den Tierarzt aufsuchen !

Hepatitis
Die ansteckende Leberentzündung tritt nur noch selten auf, weil die meisten Hunde regelmäßig durch eine Impfung geschützt werden. Das Virus wird nicht nur von Hund zu Hund durch Speichel, Harn oder Kot übertragen, sondern auch indirekt durch Kontakt mit infizierten Gegenständen. Die Hunde können manchmal innerhalb weniger Stunden sterben, ohne daß der Tierhalter vorher etwas bemerkt hat. Symptome der Erkrankung sind Fieber, Mandelentzündung mit Lymphknotenschwellung, starke Bauchschmerzen, Lungenentzündung und Störung des zentralen Nervensystems. In der Heilungsphase können graue Hornhauttrübungen auftreten.

Erkrankungen der Augen
Eine oft auftretende Erkrankung der Sehorgane ist die Bindehautenzündung. Als Ursache sind oft kleine, scharfe Fremdkörper wie Sand oder Pflanzenteile anzusehen, die eine Reizung herbeiführen. Zur Entzündung kommt es dann durch Bakterien. Die Augen sind mit Schleim und Sekret verschmiert. An den Augenwinkeln bilden sich sogenannte Sekretrinnen, die besonders bei Hunden mit hellem Fell gut zu sehen sind. Die oben genannte Entzündung kann in ein eitriges Stadium übergehen und schließlich zu schweren Hornhautentzündungen etc. führen. Einfache Bindehautentzündungen behandelt man durch Auswaschen der Augen mit Kamillosanlösung .Man tränkt am besten einen Wattebausch mit der Flüssigkeit und wischt das Auge mehrmals täglich damit aus . Kommt es zu keiner Besserung , ist der Tierarzt aufzusuchen. Sonnst kann es eventuell sogar zum Verlust des Augenlichts kommen .

Ohrenzwang
Es kommt öfter mal vor, daß Hunde an den sogenannten Ohrenzwang leiden auch Ohrenwurm genannt, obwohl es gar nichts mit einen Wurm zu tun hat. Das Leiden befällt meist langhaarige Rassen es ist meist eine Ansammlung von Schmutz oder Ohrenschmalz. Wird ein Hund sauber gehalten tritt dies nicht auf es sei denn ein Fremdkörper dringt von außen ein. Der erkrankte Hund hält den Kopf schief, schüttelt diesen öfters, spürt Juckreiz und hat beim Berühren des sich sehr warm anfühlendes Ohr ersichtlich Schmerzen. Im ersten Stadium zeigt sich im Gehörgang eine leichte Reizung , später stellt sich eine eitrige übelriechende Entzündung und Ekzembildung ein. Das Ohr näßt und fließt in diesen Stadium, es bildet wenn eine geeignete Behandlung fehlt, Wucherungen, die zu einen chronischen Leiden führen können. Ist das Leiden für eine eigene Behandlung nicht schon zu sehr fortgeschritten, reibe man das Ohrinnere, hauptsächlich natürlich die betroffenen Stellen, vorsichtig mit einem vom Tierarzt verschriebenen Medikament ein. Lassen Sie sich zeigen, wie Sie beim Auswischen des Ohres vorzugehen haben, da sonst die Gehörgänge leicht verletzt werden können. Sonst überlassen Sie am besten dem Tierarzt die Behandlung dieses empfindlichen Organs. Manche Erkrankungen des Ohres werden durch Parasiten hervorgerufen, deren Vernichtung die Voraussetzung zu einer Heilung ist. Gegen diese Ohrräude verfügt der Tierarzt heute über sehr gut wirksame Mittel.

Erkrankung von Haut und Haar
Erkrankungen von Haut und Fell des Hundes treten in mannigfaltiger Form auf . Die Entstehung dieser Krankheiten liegt an mangelhafter Pflege, durch falsche Ernährung, Bakterien und Pilze sowie Parasiten. Es kommt dann zum Haarausfall, zum vermehrten haaren und Abbrechen des Haares im schlimmsten Fall zu Ekzemen. Vorbeugen kann man durch tägliche Pflege des Haarkleides, wie Bürsten und Kämmen, und falls erforderlich durch Baden des Hundes. Flöhe und Läuse behandelt man mit geeigneten Pudern oder Präparaten die vom Tierarzt empfohlen werden .Beachten Sie die Vergiftungsgefahr. Deswegen nach der Behandlung den Hund nicht unbeobachtet lassen. Offene Wunden verbieten diese Behandlung von vornherein. Die durch Milben hervorgerufene Räude war früher eine häufige Erkrankung, heute ist sie eher selten geworden. Wir kennen die Sarcoptes- Räude, hervorgerufen durch eine Milbe, welche sich in der Haut des Hundes Gänge bohrt. Die Räude bevorzugt empfindliche Hautstellen an Kopf, Ohrwurzeln, Augen, Unterbrust, Ellenbogen, Rutenwurzel und Flanken. Der Hund zeigt schon Wochen vor den direkten Ausbruch der Räude durch häftiges Kratzen an, daß er von Milben befallen ist. Genaue Untersuchungen zeigen in diesen Vorstadium winzige Stichwunden; die im Umkreis liegende Haut beginnt sich abzuschuppen und zeigt dann kahle Stellen. Bei der nassen Form bilden sich Knötchen, die in Bläschen mit stark nässenden und schließlich eintrocknenden Inhalt übergehen mitunter bei Vernachlässigung auch zu Ekzembildungen führen. Bei der großen Vermehrungsmöglichkeit der Milbe dehnt sich die Räude langsam auf den ganzen Körper aus und beeinträchtigt Wachstum und Befinden in sehr hohen Maße. Die Heilung dieser Erkrankung gehört in die Hände des Tierarztes. Es wird ein Medikament verschrieben, daß dem Bad zugefügt werden kann. Nach einigen Bädern ist er die Milben los. Immer häufiger auftretend sind die Erkrankungen der Haut und des Haarkleides durch Pilze. Pilzerkrankungen können von den Hund auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden. Erste Anzeichen sind Haarausfall, Juckreiz, Ekzeme. Die Erkennung der Krankheit sowie die Behandlung sollten Sie den Tierarzt Ihres Vertrauen überlassen. Erkrankungen dieser Art können auch durch Vitaminmangel hervorgerufen werden, auch zu häufiges Baden und waschen mit nicht geeigneten Mitteln können diese Entzündungen der Haut hervorrufen. Zur Behandlung werden Pasten, Salben und Puder verwendet und man sollte die oben angegebenen Ursachen aus den Weg räumen. Hormonelle Ursachen können auch die Ursachen für Haarausfall und Hautveränderungen sein, daß zeigen die Hunde dann durch symmetrischen Haarausfall an den Flanken . Manchmal kommt es zu Hautverdickungen und stärkerer Pigmentierung der Haut. Dann müssen vom Tierarzt gezielte Hormonabgaben erfolgen. Liegeschwielen und trockene rissige Ballen behandelt man am besten mit Kräften der Natur z.b. mit Ringelblumensalbe aus der Apotheke oder dem Reformhaus.

Krebs
Nicht immer ist eine Geschwulst an den verschiedensten Körperteilen und inneren Organen des Hundes bösartig. Häufig sind z.B. Geschwülste des Gesäuges, die oft gutartig sind. Sie können durch die sogenannte Scheinschwangerschaft bei Hündinnen entstehen. Meist sind diese Erkrankungen durch eine Operation heilbar.

Tollwut
ine Ansteckung erfolgt meistens durch den Biß eines tollwütigen Tieres (Fuchs). Durch den Speichel, der in die Wunde gelangt, dauert es zwischen 3 und 6 Wochen bis die Krankheit ausbricht. An Tollwut erkrankte Hunde müssen getötet werden. Die Tollwutschutzimpfung ist der beste Schutz. Welpen sollten mit der zweiten Impfung (12 Woche) gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose auch erstmals gegen Tollwut geimpft werden. Danach ist jährlich eine Wiederholungsimpfung vorzunehmen.

Leptospirose
Wir unterscheiden bei der Leptospirose eine Magen -und Darmform sowie Leber- und Nierenstörungen. Die beste Vorbeugung ist auch hier eine Schutzimpfung. Miest zeigt der Hund zuerst blutige Durchfälle, Erbrechen, später Anzeichen einer Leber- und Nierenerkrankung. Im Anfangsstadium ist diese Krankheit durch mehrere Injektionen heilbar, sollte aber unbedingt behandelt werden da eine Übertragung auf den Menschen möglich ist.

Parvovirose
Die Parvovirose des Hundes wurde im Jahr 1978 fast gleichzeitig in Europa, Nordameroka und Australien entdeckt. Der Erreger, das Parvo-Virus, wird von erkrankten Tieren massenhaft mit dem Kot ausgeschieden und ist in der Außenwelt sehr lange lebensfähig. Typische Ansteckungsquellen sind mit Kot beschmutztes Futter, Gegenstände und Kleider. Das Parvo-Virus wird über den Mund aufgenommen und siedelt sich in der Dünndarmschleimhaut an.
7 bis 14 Tage nach der Aufnahme des Virus können die ersten Krankheitsanzeichen auftreten. Die auffallendsten Symptome, wäßrig bis blutiger, stinkender Durchfall und Erbrechen sind die Folgen einer Zerstörung der Darmschleimhaut durch das Virus. Die erkrankten Tiere trocknen schnell aus, viele müssen trotz intensivster Bemühungen sterben.
In den ersten Jahren hat man Hunde mit dem für Katzenbestimmten Katzenseuchenimpfstoff geimpft. Das war möglich, weil der Erreger der Katzenseuche mit dem Parvo-Virus des Hundes verwandt ist. Die Katzenseuche ist aber auf den Hund nicht übertragbar. Inzwischen gibt es spezielle Impfstoffe für den Hund. Rechtzeitige Impfungen bieten einen guten Schutz gegen die Infektion mit dem Parvo-Virus. Fragen Sie Ihren Tierarzt zu welchem Zeitpunkt die Impfung erfolgen soll um optimalen Schutz zu gewähren.

Zwingerhusten
Der Zwingerhusten ist eine ansteckende Entzündung der oberen Atemwege (Luftröhre und Bronchien) durch Bakterien, diese aber nicht auf den Menschen übertragbar sind. Zeichen von Zwingerhusten sind, trockener Dauerhusten wie wir ihn vom Keuchhusten her kennen. Es kann eine Schädigung des Lungengewebes, die sich in einer chronischen Bronchitis äußert eintreten. Übertragen wird die Krankheit dort, wo Hunde gruppenweise gehalten werden. Dort empfiehlt sich eine Impfung. In Einzelhaltung ist die Gefahr einer Ansteckung gering.

Scheinträchtigkeit
Die Vorfahren unserer Hunde lebten in Rudeln zusammen. In einem solchen Rudel gab es eine genaue Rangordnung. Damit waren für jede Position besondere Rechte aber auch Pflichten verbunden. Nur die Leitwölfin bekam die Jungen. Doch die Leitwölfin hatte andere Verpflichtungen und konnte sich nicht gleichzeitig um den Nachwuchs kümmern. Diese Aufgabe mußten die Rangtieferen Wölfinnen des Rudels übernehmen. Dazu gehört auch das Säugen der Welpen. Diese Wölfinnen (Hündinnen) mußten also Milch geben können, ohne zuvor trächtig gewesen zu sein und einen eigenen Welpen geboren zu haben.
Diese durch Hormone gesteuerte Eigenschaft haben Hündinnen bis heute noch teilweise beibehalten. Manche Hündinnen tragen eineige Wochen nach der Läufigkeit alle möglichen Gegenstände zusammen, zeigen Nestbauverhalten, bewachen und behüten besonderes Spielzeug als sei es ein Junges. Die Milchdrüsen schwellen an und oft tropft sogar Milch aus den Zitzen, die häufig beleckt werden. Steigert sich die Hündin derart in die Mutterrolle hinein, ist es geboten ihr alles Spielzeug wegzunehmen, sie am Lecken des Gesäuges zu hindern und ihr viel Auslauf und sonstige Ablenkung zu bieten. Mittlerweile gibt es auch Medikamente die helfen die übermäßige Milchbildung zu unterdrücken.



Hüftgelenksdysplasie (HD)
Hierbei handelt es sich um eine ebenfalls vererbbare mangelhafte Artikulation des Hüftgelenks. Diese sehr schmerzhafte Krankheit kann ein-und beidseitig auftreten und geht oft einher mit schmerzhaften Veränderungen im Knie und/oder Schultergelenk. Die starken Schmerzen gehen bei dieser Krankheit von den Muskeln aus, die sich, im Bemühen, das kranke Gelenk zu stabilisieren, verdicken. Eine Operation, die nicht immer Aussicht auf Erfolg verspricht, ist unerläßlich.



Coronavirus
Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hochansteckende Darminfektion. Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen. Die Infektion ist in Europa, Nordamerika und Australien bekannt, dürfte jedoch weltweit verbreitet sein. Das Virus verursacht bei Hunden Fressunlust, wässrigen DurchfalI mit Blutbeimengung und Erbrechen. Die Krankheit ist deshalb nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die jedoch in der Regel weitaus schwerer verläuft. Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.
Vorbeugung:
Ein wirksamer Impfstoff steht in Deutschland noch nicht zur Verfügung. Ihr Tierarzt wird Sie aber gerne über den aktuellen Stand der Entwicklung informieren.

Babesiose

 

http://www.medizinfo.de/waldundwiese/babesiose.htm

http://www.weissepfoten.de/HOS/Zecke.htm

 


 

 

 

 

 

 


 

 
 
 

 

Leishmaniose und Zeckenmittel

Alle Jahre wieder - die Plage mit den Holzböcken (Zecken). Daher zur rechten Zeit eine fachliche Analyse der Gegenmittel von einem Leishmaniose-Spezialisten und Parasitologen, sowie ein Ratgeber, wie man Zecken entfernt. Es gibt ein relativ neues, offensichtlich schonendes, aber gegen Zecken wirkungsvolles Mittel, getestet in Zeckenparadiesen. Dort grassiert auch die Leishmaniose, die auch für Menschen gefährlich werden kann. Die ersten Fälle sind in Süddeutschland entdeckt.

Was ist Leishmaniose?

Entdeckt wurde der Erreger vom britischen Tropenarzt Sir William Boog Leishman 1900 in Indien. Der Hund soll in Endemiegebieten das wichtigste Erreger-Reservoir für die menschliche Leishmaniose sein, die derzeit in Mittel- und Nordafrika, Magadaskar und Brasilien und in Südeuropa, Mittelfrankreich und Westschweiz vorkommt.

Die Infektion wird im europäisch-mediterranen Raum vom Erreger Leishmania infantum ausgelöst. Derzeit sind etwa 12 Millionen Menschen in 80 Ländern auf allen Kontinenten (mit Ausnahme von Australien) mit Leishmanien infiziert; jährlich kommen etwa 1,5 bis 2 Millionen Neuerkrankungen hinzu. Der Deutschland nächstgelegene aktive Leishmaniose-Focus ist die Umgebung um Paris

Übertragen wird die Leishmaniose durch stechende Sandmücken. Die Leishmanien vermehren sich im Mückendarm, wandern in den Vorderdarm der Mücke zurück und werden beim Stechen in die Haut des Hundes (oder Menschen) ausgeworfen. Hier werden sie von den Monozyten (grösste weisse Blutzellen) aufgenommen und vermehren sich. Von der Haut gelangen sie über den Blutweg in die inneren Organe.

Es ist ausschliesslich möglich, dass die Leishmaniose durch den Stich von Sandmücken übertragen wird. Eine direkte Übertragung durch Wundsekret ist theoretisch möglich - aber nicht nachgewiesen. Dennoch ist Vorsicht geboten Leishmaniose-infizierte Hunde, die offene Hautlesionen zeigen Kleinkindern (jünger als fünf Jahre) als Spielgenosse zugänglich zu machen. Eine direkte Übertragung durch Blutkonserven hingegen ist bekannt.

Die Krankheits-Symptome bei Hunden können plötzlich oder allmählich auftreten. Meist wird Abmagerung trotz Fresslust und normaler Verdauung festgestellt. Es kommt zu starkem Muskelschwund und Milzvergrösserung. Am auffälligsten sind die Hautsymptome: Haarkleid wird dünn, glanzlos, rau, stellenweise zu Kahlheit, die Haut schuppt sich. Die Krallen werden häufig spröde und wachsen länger als normal.

Der akute Verlauf endet zwischen zwei und fünf Monaten tödlich. Spontane Heilungen sind selten. Der chronische Verlauf kann sich über Jahre hinziehen (Inkubationszeit unbekannt, bis zu vier Jahre bei Hunden; beim Menschen sind bis zu 30 Jahre bekannt).

Informationen:

Verein "Parasitus Ex" unter http://www.parasitus.com
Info-Seiten "Leishmaniose" unter http://www.leishmaniose.de
Erfahrungs-Austausch zwischen Leishmaniose-betroffenen Tierbesitzern, Tierärzten und anderen interessierten Personen in der Internet-Diskussionsgruppe "Leishmaniose" unter http://de.groups.yahoo.com/group/Leishmaniose

Mittel gegen Leishmaniose und Zecken

Von Dr. Torsten J. Naucke (Parasitologe und Entomologe)

Das Protectorband Scalibor: In Spanien (dort bereits seit 1999 im Handel) wissen Tierärzte häufig dennoch nicht um die Existenz dieses Halsbandes - offensichtlich scheint es dort zu wenig Pharmavertreter zu geben. In Portugal gibt es Pharmavertreter, die Scalibor dort auch vermarkten, aber über die Wirkung gegen Sandmücken zu wenig wissen, bzw. sich auf Nachfrage nach wie vor bedeckt halten. In Deutschland kennt fast nur derjenige Scalibor, dem ich es empfohlen oder mitgebracht habe (mit Einschränkung in diesem Kreis). In Frankreich hingegen kennt praktisch jeder Tierarzt und Apotheker Scalibor, dieses bereits seit 1997.

Die karge Informationspolitik über die Wirkungsweise dieses Hundehalsbandes führte zum Teil in Deutschland soweit, dass Leute, die Scalibor ihren Hunden während eines Mittelmeerurlaubes angelegt, und danach wieder entfernt hatten, völlig verunsichert waren. So erhielt ich die Resonanz, was denn Scalibor für ein Teufelszeug sei, weil auch Wochen nach dem Ablegen dieses Hundehalsbandes sich immer noch keine Zecke an den Hunden befand - ganz im Gegenteil zu den Nachbarshunden, welche wohl "voller Zecken" waren.

Das grosse Band (65 cm) enthält 1 g, das kleine Band (48 cm) 0,760g Deltamethrin. Angewendet wird Scalibor bei Hunden gegen Zecken, Flöhe und Sandmücken. Es schützt gegen Zecken und Sandmücken sechs Monate, gegen Flöhe vier Monate. Es soll nicht angewendet werden bei Hunden unter sieben Wochen, auch nicht bei trächtigen Hündinnen, weil hierzu bislang keine Studien gelaufen sind.

Scalibor kann jedoch bei säugenden Hündinnen angewendet werden. Auf eine Anwendung soll auch verzichtet werden, wenn der Hund Hautläsionen (infolge einer Leishmaniose) im Halsbereich aufweist. Wie bei Halsbändern üblich, darf das Halsband nicht in Kinderhände gelangen.

Wirkstoffe

Deltamethrin ist ein hochgradig lipophiles (fettlösliches) synthetisches Pyrethroid. Deltamethrin wird in Malaria-endemischen Gebieten seit mehr als 15 Jahren zum Imprägnieren von Moskitobettnetzen verwendet. Der chinesische Wissenschaftler Shao stellte zur gleichen Zeit eine gute Wirksamkeit von Deltamethrin auch gegen Sandmücken fest. Weltweit zeigte Deltamethrin Ende der 80er Jahre hervorragende Ergebnisse bei der Bekämpfung von Sandmücken, bereits bei einer äusserst geringen Konzentration von 25 mg/m2, so beispielsweise in China, in Brasilien und Bolivien. Seit Anfang der 90er Jahre werden Hunde in China in Deltamethrin-Lösungen (25 mg Deltamethrin pro Hund) gebadet, um diese - imprägniert - vor Sandmückenstichen zu schützen. Es wurde festgestellt, dass ein einmalig in 25 mg Deltamethrin gebadeter Hund 70 Tage lang Sandmücken "tötet". Nebenwirkungen wurden beim Hund nicht beobachtet.

Der Wirkstoff Deltamethrin (DTM) liegt im Scalibor gekoppelt an das Bindemittel Triphenyl-Phosphat (TPP), also als DTM-TPP Komplex vor. Das gesamte Halsband ist mit diesem DTM-TPP Komplex gesättigt. Daher befindet sich auf der Oberfläche dieses Halsbandes auch kein 'Pulver', wie häufig bei anderen Halsbändern zu beobachten ist, welche nur oberflächlich imprägniert sind.

Aus der Sättigung des gesamten Halsbandes mit dem DTM-TPP Komplex resultiert eine gleichmässige Abgabe des Komplexes nach aussen. Deltamethrin koppelt sich dann aussen von dem Komplex ab, und breitet sich wegen seines hochgradig lipophilen Charakters im Lipidfilm, also im Fettfilm auf der Haut des Hundes aus. Diese Technik, den Wirkstoff ausschliesslich auf der Haut des Hundes zur Wirkung kommen zu lassen, unterscheidet sich praktisch von allen anderen Halsbändern, bei denen der Wirkstoff durch reine Verdunstung freigesetzt wird.

Bei solchen Halsbändern geht der grösste Teil des Wirkstoffes verloren, es bleibt nur ein unkontrollierbarer Teil für den Schutz des Hundes übrig. Durch diese Technologie des Halsbandes Scalibor erhält der Hund die gesamte, verfügbare Menge Deltamethrin Tag für Tag. Es werden ca. 0,3 mg Deltamethrin pro cm Halsband und Tag an den Lipidfilm der Haut abgegeben.

Nach Erkenntnissen aus Frankreich hält Scalibor die antiparasitische Wirkung gegen Sandmücken und Zecken sogar acht Monate aufrecht. Die zuverlässige Wirkungsweise wurde bei Haus- (Hüte-) Hunden auch in Italien und dem Iran bestätigt.

Scalibor kombiniert verschiedene Effekte in seiner Wirkung: den Repellent-, den Knock-Down-, den Letalen -, und den Antifeeding-Effekt, was die Insekten (Flöhe, Sandmücken) oder Spinnentiere (Zecken, Milben) angeht. Weitere Ausführungen zu den Effekten erspare ich mir weitgehend, stelle aber fest, dass der Begriff Antifeeding- Effekt speziell aufgrund der Eigenschaft von Scalibor geprägt wurde, dass eben ein Blutsaugen von Sandmücken verhindert wird.

Wie dieser Antifeeding-Effekt zustande kommt, ist derzeit nicht völlig geklärt, denn die Sandmücken werden nicht beim ersten Anfliegen des Hundes getötet. Vielmehr laufen die angeflogenen Sandmücken orientierungslos auf dem Hund herum, verlassen ihn bald wieder, und stechen daher nicht. Vermutlich wird der Orientierungssinn der Sandmücken derartig gestört, dass es nicht zum Blutsaugen kommt. Die Sandmücken selbst sterben dann nach 15 bis 120 Minuten.

Deltamethrin ist ein sehr sicheres, nicht-systemisch wirkendes antiparasitisches synthetisches Pyrethroid, bei dem praktisch keine Resorption (Aufnahme) durch die Haut stattfindet. Auch mit den derzeit feinsten Nachweismethoden ist Deltamethrin während des Tragens des Scalibor im Blut nicht nachweisbar (die Nachweisgrenze liegt derzeit bei 5 ng/ml). Eine orale Dosis von 300 mg/kg ist nicht tödlich für Hunde, das heisst, selbst das Verschlucken des gesamten Halsbandes nicht - im Gegensatz zu vielen anderen Halsbändern.

Scalibor ist wasser-resistent, klar, denn Deltamethrin ist fettlöslich und löst sich somit nicht in Wasser. Ihr Hund kann also ruhig im Meer baden gehen, und auch danach geduscht werden - ohne dass die Wirkungsweise beeinträchtigt wird. Auf keinen Fall darf ihr Hund shampooniert werden, denn mit der Seife waschen Sie den Lipidfilm herunter, indem sich der Wirkstoff von Scalibor befindet.

Wie bereits oben erwähnt, gibt das Halsband (pro cm) ca. 0,3mg Deltamethrin pro Tag auf den Lipidfilm auf die Haut ihres Hundes ab. Da die Fette auf unserer Haut (und auch der Hunde) recht träge sind, benötigt es einige Tage (mitunter bis zu zwei Wochen), bis sich das Deltamethrin über den gesamten Hundekörper verbreitet hat.

Daher ist es unbedingt notwendig, dass Scalibor zum Schutz gegen Sandmücken (Zecken, Flöhe) bereits zwei Wochen vor dem Mittelmeerurlaub angelegt wird. Somit erklärt sich auch die Eingangs geschilderte Beobachtung, dass die Wirkung von Scalibor auch über Wochen noch andauert, selbst wenn das Halsband bereits entfernt wurde.

Die äusserst träge Abgabe von 0,3 mg Deltamethrin (pro cm Halsband und Tag) erlaubt völlig bedenkenlos jegliches Spielen ihrer Kinder mit dem Scalibor-tragenden Hund.

Andere Schutzmittel

In verschiedensten Variationen wird häufig das synthetische Pyrethroid Permethrin bei Hunden angewendet. Häufig handelt es sich hierbei um Lösungen oder Suspensionen, die in den Nacken geträufelt werden (EXspot, Spot on). Der Vorteil einer "Spot on"-Applikation liegt darin, dass die antiparasitische Wirkung praktisch sofort einsetzt. Es ist jedoch zu bedenken, dass der Hund die Gesamtdosis auf ein Mal erhält. Eine "Spot on"- Prozedur muss im allgemeinen monatlich wiederholt werden.

Hier ist die Gesamtbelastung für den Hund gegebenenfalls. zu überprüfen, beziehungsweise die Wirkungsweise zu beachten. Das Permethrin in der dem EXspot "Spot on" zugrundeliegenden Formulierung verteilt sich in den oberen Hautschichten, wird dort langsam abgebaut, und hält somit seine Wirkungsweise über einen Monat aufrecht.

Deltamethrin wird in China dem Permethrin vorgezogen, weil Permethrin in doppelt so hoher Konzentration angewendet werden muss. Gegen erwachsene Zecken ist sogar eine zehnfach höhere Dosis an Permethrin nötig. Weiterhin wird Permethrin zum Imprägnieren von Uniformen beim Militär benutzt, auch zum Imprägnieren von Moskitobettnetzen, mit einer Konzentration von 500 mg/m2.

Es macht vielleicht Sinn, das Permethrin, wegen seiner weltweiten Anwendung dem Menschen als Schutz vor Parasiten vorzubehalten, denn - die ersten Probleme ergeben sich bereits in Indien, denn dort bilden Sandmücken erste Resistenzen gegen Permethrin.

Ein weiteres Hundehalsband auf dem deutschen Markt (Kiltix) ist mit 2,25 Prozent (1,013 g) des synthetischen Pyrethroides Flumethrin imprägniert. Neben Flumethrin enthält dieses Halsband (45 g für grosse Hunde) zehn Prozent (4,5 g) Propoxur (ein Carbamat).

Die Wirkung dieses Halsbandes gegen Zecken und Flöhe ist sehr gut, hält etwa sechs Monate an, jedoch ist dieses Halsband nicht gegen stechende Insekten, zum Beispiel Sandmücken, getestet. Relativ unklar ist, welchen Anteil an der antiparasitären Wirkung dieses Pyrethroid hat. Dass es auch ohne dieses Pyrethroid geht, zeigt Bolfo, welches als Wirkstoff ausschliesslich Propoxur (4,23 g Propoxur pro 45 g Halsband) enthält.

Da Bolfo gegen Zecken nur eine Wirkungsdauer von drei Monaten aufweist, scheint wohl Flumethrin beim Kiltix als "Wirkstoffverlängerer" zu fungieren. Propoxur ist wasserlöslich.

Das Pyrethroid Cyhalothrin zeigt eine hervorragende Wirkung gegen stechende Insekten, wenn Moskitonetze mit einer Konzentration von 3 mg/m2 (Vergleich: Permethrin 500 mg/m2, Deltamethrin 25 mg/m2) damit imprägniert werden. Die toxikologischen Daten aller Pyrethroide sind weitgehend miteinander vergleichbar. Vielleicht ist ein Cyhalothrin-imprägniertes Hundehalsband das der nächsten Generation, um die Insektizidbelastung für den Hund nochmals um den Faktor 10 zu reduzieren.

Wie entfernt man Zecken?

Von Redaktion hundezeitung

Früher glaubte man, Parfüm oder andere ätherische Öle würden Zecken besser lösen. Irrtum! Sie graben sich nur noch schneller und tiefer ein. Die Methode, mit dem vorsichtigen Finger die Zecken so lange und schnell im Kreis zu drehen, bis sie schwindelig werden und ihr Gebiss lockern, ist auch falsch: sie können sich auch dann verbeissen.

Neuester Stand der "Zecken-Entfernungs-Forschung": So gezielt gerade nach oben herausziehen, dass sie sich nicht verbeissen können, denn die Zecken saugen nicht sofort Blut. Die Beisswerkzeuge dürfen nicht in der Haut stecken bleiben!

Für weniger Geschickte ist eine Zeckenzange geeignet, mit der die Zecke am Kopf (und nicht am Hinterteil, damit sie erst richtig ausgedrückt wird!) gepackt und herausgezogen wird.

Scharfe Pinzetten zwicken nur den Kopf der Zecke ab. Leider werden oft Zangen angeboten, die Zecken dank ihrer breiten Backen besonders fest fassen. Da staunte ein Tierarzt nicht schlecht, als er in einem Tierversandkatalog blätterte: "Permanent ist man darum bemüht, den Körper der Zecken beim Entfernen möglichst wenig zu berühren/drücken, um nicht den mit den Krankheitserregern gefüllten Magen-Darm-Kanal-Inhalt in den Wirt (Mensch, Tier) zu drücken, und diese Schlaumeier bringen eine Zange auf den Markt, die die Zecke garantiert ausdrückt."

Die Zeckenbefallzeit ist örtlich sehr verschieden. Zeckenzeit ist vom April bis November. Normalerweise. Ich entfernte die letzte Zecke der Saison 2001 bei meinem Rüden am 8. November, danach erst wurde es kalt.

Ätherische Öle auf Teebaumöl-Basis oder reiner Teebaumöl-Extrakt halten - wenn überhaupt - nur wenig Zecken fern, sind nur vermeintlich schonender, denn es reizt. Vor allem der Citrusduft im Teebaumöl stört viele Hunde erheblich. Es soll nie als Konzentrat gegeben werden, für Katzen kann Teebaumöl sehr schädlich sein. Teebaumöl ist für manche Fachleute nur die "eso-ätherische" Neufassung des früheren vermeintlichen Allheilmittels Ballistol und Neo-Ballistol. Dies war und ist besser ein Waffenschmierstoff.

Schildrüse:

 

Ein paar Tropfen ätherisches Öl in den letzten Waschgang der Waschmaschine oder in den Trockner. Ebenso ins Putzwasser

Zecken und Flöhe

Geeignete ätherische Öle: Lavendelöl (Mischungen sind auch gut verträglich)

 

Eucalyptus globulus.

Eukalyptusöl vertreibt Insekten.

Flöhe - ein leidiges Thema
Flöhe sind der Alptraum aller Hundebesitzer, sie sind lästig und hartnäckig.

Natürliches Anti-Floh-Spray
10 ml 90 prozentiger Alkohol
je 2 Tropfen Eukalyptusöl, Rosmarienöl, Wacholderöl, Bergamotte, Lavendelöl, Geranium

Den Alkohol und die ätherischen Öle mischen und dann mit 90 ml Wasser auffüllen. Dieses Spray können Sie nun in einen Zerstäuber geben und Hund damit einsprühen, darauf Achten, daß nicht in die Augen gesprüht wird!


Anti-Floh-Puder
Eukalyptusblätter
Rosmarien
Lavendel
klein geriebene Wacholderbeeren
Zedernholz

Alle Kräuter fein gerieben zu gleichen Teilen miteinander mischen. Beim Auftragen des Pulvers auf das Fell ist es wichtig, dass es gegen den Strich ins Fell gebürstet wird, nicht nur oberflächlich auftragen -nicht bei Welpen-


Flohbekämpfung in der Wohnung
Natürlich dürfen Sie auf keinen Fall Ihre Wohnung vergessen! Hier sollten Sie sehr konsequent vorgehen damit sich die Flöhe auch tatsächlich verabschieden. 
Beim Staubsaugen ein Stück Flohhalsband in den Staubsauger legen, das tötet Flöhe und Larven ab. 
Eine Handvoll Rosmariennadeln in einen Nylonstrumpf und unter die Hundematratze legen -nicht bei Welpen-.
Rosmarin wirkt auf Flöhe abschreckend.
Anti-Floh-Puder in ein kleines Säckchen füllen und unter die Hundematratze legen, -nicht bei Welpen-

Tierärzte warnen vor Teebaumöl am Hund.

 

Wichtig bitte immer den Tierarzt aufsuchen!!!!!

 

1.6.2005 aktualisiert

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