DNA

in der heutigten Zeit ist es immer wichtiger dass die Elterntiere den DNA Nachweis haben !!

und man weis vor allen Dingen daß es sich um ...

Molekulargenetische Abstammungsuntersuchung (DNA)

Abstammungs- und Identitätsnachweis bei Hunden

Analog zum Menschen ist seit kurzem auch ein Abstammungs- und Identitätsnachweis mittels Mikrosatelliten-Analyse bei Hunden möglich.  Mit dieser molekulargenetischen Methode steht Tierärzten und Züchtern ein Verfahren zur Verfügung, wodurch mit größtmöglicher Sicherheit die Identität und Abstammung wertvoller Zuchttiere festgestellt und dokumentiert werden kann.

Von jedem Tier wird dazu ein individuelles und fälschungssicheres DNA-Profil angefertigt, das über die gesamte Lebenszeit des Tieres erhalten bleibt und sich auch nach dem Tod des Tieres aus den verschiedenen Geweben nachweisen lässt.

Dieses DNA-Profil ermöglicht einerseits eine zweifelsfreie Identifikation eines Hundes. Zum anderen kann geklärt werden, ob Vater oder Mutter des Welpen auch als tatsächliche biologische Eltern in Frage kommen.

Was ist ein DNA-Profil und wie wird es erstellt?

Das Prinzip des DNA-Profils beruht auf der Untersuchung hochvariabler DNA-Abschnitte, die sich zwischen den einzelnen Individuen durch ihre Länge voneinander unterscheiden (Längenpolymorphismus). Pro Individuum werden bis zu 17 solcher DNA-Abschnitte (Mikrosatelliten) untersucht. Die Gesamtheit der Mikrosatelliten in Kombination ergibt für jedes Individuum ein unverwechselbares DNA-Profil analog zum Menschen.

Die DNA wird aus kernhaltigen Zellen isoliert. Am gebräuchlichsten sind EDTA-Blut oder Zellen der Mundschleimhaut. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion werden die zu analysierenden Mikrosatelliten millionenfach vervielfältigt. Anschließend wird die Länge der

Mikrosatelliten durch computergestützte Analyse im Genetic Analyzer bestimmt und aus diesen Daten eine individuelle reproduzierbare Zahlenformel für jedes Tier erstellt.

Identitätsnachweis:

Das DNA-Profil ist mit einer Wahrscheinlichkeit von größer als 99,9% mit Ausnahme eineiiger Mehrlinge einzigartig. Für die Identifizierung eines Hundes wird dessen DNA-Profil angefertigt und in einer DNA-Datenbank gespeichert.

Im Gegensatz zu anderen Markierungsmethoden wie z.B. Chips oder Täto-Nummer ist dieses nicht manipulierbar. Bei Verlust eines Tieres hat der Besitzer die Möglichkeit auf das registrierte DNA-Profil zurückzugreifen und durch Vergleich die Identität des wiedergefundenen Tieres festzustellen.

Wir testen routinemäßig mindestens acht Mikrosatelliten, um eine größtmögliche Sicherheit zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeit einer zufälligen Übereinstimmung zweier unverwandter Tiere beträgt bei acht untersuchten Mikrosatelliten etwa 1 : 50 Millionen.

Abstammungsnachweis:

Ziel des Abstammungsnachweises ist die Abklärung, ob die angegebenen Eltern eines Tieres aufgrund des DNA-Profils tatsächlich als biologische Eltern in Frage kommen. Ein Nachkomme erbt prinzipiell 50% seines Erbguts von der Mutter und 50% vom Vater. Vorausgesetzt die  Mutterschaft gilt als gesichert, so müssen grundsätzlich alle nicht-mütterlichen Anteile im DNA-Profil des Nachkommen vom Vater vererbt worden sein. Stimmt nur ein Anteil im DNA-Profil nicht überein, kann die Vaterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Analoges gilt natürlich für die Mutter. Wie beim Identitätsnachweis hängt auch die Aussagefähigkeit des Abstammungsnachweises wesentlich von der Anzahl der untersuchten Mikrosatelliten ab. Je mehr möglichst hochvariable DNA-Abschnitte bei einer Abstammungsbegutachtung untersucht werden, desto sicherer können tatsächliche Fehlabstammungen erkannt werden. Schon bei Untersuchung von acht Mikrosatelliten

ist eine äußerst hohe Testsicherheit gewährleistet (99,9%).

Was wird für die Untersuchung benötigt?

Für die Erstellung des DNA-Profils wird eine EDTA-Blutprobe (ca. 1-2 ml) benötigt.

Für ein Abstammungsgutachten muss neben dem Probenmaterial der zu begutachtenden Welpen auch Probenmaterial von Vater und  Mutter eingeschickt werden. Soll eine Vaterschaft ausgeschlossen werden, sollte zusätzlich zur Mutter möglichst von beiden potentiellen Vätern Blut eingesandt werden.

Bei welchen Hunderassen funktioniert der Test?

Prinzipiell ist dieses Verfahren für jede Hunderasse, bei der eine ausreichende Anzahl definierter polymorpher Mikrosatelliten zur Verfügung steht, die Methode der Wahl, wenn es um Fragestellungen ihrer Herkunft geht. Da die Aussagekraft dieses Verfahrens wesentlich von der Häufigkeit der untersuchten Merkmale, also der Längenvarianten, innerhalb der Population beeinflusst wird, müssen die Häufigkeiten aus einer repräsentativen Studie berechnet werden. Das Mikrosatellitenverfahren wird bei uns inzwischen routinemäßig angewandt bei den folgenden Rassen: Australian Shepherd, Deutsche Schäferhunde, Dackel, West Highland White Terrier, Setter und Parson Jack Russel Terrier. Die Liste der Hunderassen, bei denen eine Abstammungsuntersuchung in unserem Labor möglich ist, wird ständig erweitert. Eine Ausschlussdiagnostik in bezug auf die Vaterschaft ist derzeit schon bei allen Hunderassen möglich, wenn Probenmaterial von den Welpen, der Mutter und beiden Vätern vorliegt.

17.1.2005 aktualisiert

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